| 22.01 Uhr

Nachrichtenprotokoll Donnerstag
Erste Airlines ändern Sicherheitsregeln

Fotos: Absturz: So gefährlich ist die Bergung der Leichen
Fotos: Absturz: So gefährlich ist die Bergung der Leichen FOTO: afp, ACP/tsc
Seyne-les-Alpes. Es war ein der Tag der dramatischen Wende: Der 27-jährige Co-Pilot hat die Germanwings-Maschine absichtlich zum Absturz gebracht. Airlines ziehen Konsequenzen und ändern die Sicherheitsregeln im Cockpit. Die Ereignisse des Tages im Nachrichtenprotokoll. 
  • Co-Pilot leitete Sinkflug mit Absicht ein
  • Hausdurchsuchung in Düsseldorf
  • Airlines ändern Cockpitregeln
  • Entsetzen in Nordrhein-Westfalen

+++ 20.58 Uhr: Die Polizei hat die Durchsuchung der Düsseldorfer Wohnung des Germanwings-Copiloten am Donnerstagabend beendet. Die Aktion dauerte etwa vier Stunden. Dann verließen Beamte mit Umzugkartons das Haus am Düsseldorfer Stadtrand, in dem der 27-Jährige wohnte.

+++ 20.32 Uhr: Mit einer Schweigeminute für die Opfer der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine hat die Gala zum 24. Echo-Musikpreis am Donnerstagabend angefangen. Moderatorin Barbara Schöneberger war ganz in Schwarz gekleidet.

+++ 20.28 Uhr: Mit Einbruch der Dunkelheit ist am Abend die Bergung der Opfer unterbrochen worden. Bis in die Dämmerung hinein waren noch Hubschrauber gestartet und gelandet. Rund 50 bis 70 Experten waren den ganzen Tag an der Absturzstelle im Einsatz. Fünf Spezialeinsatzkräfte sollten auch in dieser Nacht die Absturzstelle sichern.

+++ 19.59 Uhr: Obwohl die Pilotengewerkschaft Cockpit noch vor "vorschnellen Maßnahmen" als Reaktion auf das Germanwings-Unglück warnt, ergreift Air Berlin bereits Konsequenzen. "Ab Freitag müssen sich grundsätzlich immer zwei Crewmitglieder im Cockpit aufhalten", sagte Air-Berlin-Sprecher Aage Dünhaupt unserer Redaktion. Die Crews würden noch in dieser Nacht über die neue Regelung informiert.

+++ 19.34 Uhr: Die Auswertung möglicher Beweismittel wird "einige Zeit in Anspruch nehmen". Zu Gerüchten, dass ein Abschiedsbrief gefunden wurde, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Herrenbrück am Abend: "Das kann ich nicht bestätigen. Darüber hinaus gibt es heute nichts. Die Durchsuchungen laufen noch."

+++ 19.07 Uhr: Die Zahl der deutschen Opfer des Germanwings-Absturzes hat sich erneut erhöht. Das Auswärtige Amt geht nun von 75 toten Deutschen aus. Bisher hatte Germanwings von 72 deutschen Opfern gesprochen.

+++ 19.03 Uhr: Schnelle Reaktion mehrerer Airlines: Nach dem offenbar absichtlich herbeigeführten Absturz haben Easyjet und mehrere weitere Fluglinien ihre Sicherheitsvorschriften geändert. Im Cockpit sollen ab jetzt immer zwei Personen anwesend sein. Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet erklärte am Donnerstag in London, dass die neuen Vorschriften "ab morgen" gelten würden. Ähnliche Vorkehrungen trafen die Airlines Norwegian Air Shuttle und Icelandair.  Experten empfehlen zudem, einen dritten Piloten im Cockpit mitfliegen zu lassen.

+++ 18.51 Uhr: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo setzt wegen des Absturzes alle Tarifverhandlungen mit der Lufthansa vorerst aus.

+++ 18.45 Uhr: Der Autopilot der Germanwings-Maschine wurde nach Erkenntnissen der Tracking-Webseite Flightradar24 vor dem Absturz umprogrammiert. Die Flughöhe sei von 38.000 Fuß (11.600 Meter) auf das mögliche Minimum von 100 Fuß (30 Meter) geändert worden. Neun Sekunden später habe der Sinkflug begonnen.

+++ 18.43 Uhr: Wie gefährlich die Bergung der Leichen ist, zeigen aktuelle Fotos von der Absturzstelle.

+++ 18.41 Uhr: Oberstaatsanwalt Ralf Herrenbrück sagte, dass die Auswertung möglicher Beweismittel "einige Zeit in Anspruch nehme". Zu Gerüchten, dass ein Abschiedsbrief gefunden wurde, sagte Herrenbrück am Abend: "Das kann ich nicht bestätigen. Darüber hinaus gibt es heute nichts. Die Durchsuchungen laufen noch."

+++ 18+++ 12.47 Uhr: Wir haben Ermittlungen über das persönliche Umfeld des Co-Piloten eingeleitet, der deutscher Staatsbürger ist."

+++ 12.45 Uhr: Robin: "Die aktuell wahrscheinlichste Interpretation ist, dass der Co-Pilot durch bewusstes Nichtreagieren sich geweigert hat, die Tür wieder zu öffnen, und bewusst den Sinkflug eingeleitet hat. Man muss davon ausgehen, dass der Pilot bewusst die Zerstörung des Flugzeugs verursacht hat."

+++ 12.45 Uhr: Man hört einen ersten Schlag, dann schlägt das Flugzeug endgültig auf eine Felswand auf.

+++ 12.44 Uhr: Auch andere Flugzeuge versuchten auf Anweisung des Towers, Kontakt mit dem Flugzeug aufzunehmen. Der Alarm, der anzeigt, dass sich das Flugzeug in Bodennähe befindet, wird ausgelöst. Man hört heftige Schläge, als versuche jemand, die Tür aufzubrechen.

+++ 12.43 Uhr: Dann hört man, wie der Tower versucht, Kontakt mit dem Cockpit aufzunehmen. Der Copilot reagiert nicht.

+++ 12.42 Uhr: Dann hört man, wie der Pilot über das Kabinensprechsystem fordert, wieder ins Cockpit gelassen zu werden. Man hört ein Klopfen an der Tür. Der Co-Pilot reagiert nicht. Dann hört man im Inneren des Cockpits schweres Atmen, das bis zum Aufprall anhält. Der Co-Pilot sei also bis zum Aufprall am Leben gewesen.

+++ 12.41 Uhr: Man hört, dass jemand das Cockpit verlässt, der Co-Pilot ist also allein im Cockpit. Dann löst der Co-Pilot den automatischen Sinkflug aus. Das könne nur eine bewusste Handlung sein.

+++ 12.38 Uhr: Es spricht Brice Robin von der Staatsanwaltschaft. Zunächst geht es um die Daten aus dem Stimmrekorder: Die ersten 20 Flugminuten unterhalten sich die beiden Piloten ganz normal. Dann hört man, wie der Flugkapitän den Co-Piloten bittet, das Kommando zu übernehmen. 

+++ 12.37: Die Pressekonferenz beginnt in Kürze. Es wird noch auf einen Vertreter der Gendarmerie gewartet.

+++ 12.34 Uhr: In diesen Minuten gibt die Staatsanwaltschaft in Marseille eine Pressekonferenz zum Absturz der Germanwings-Maschine.

+++ 12.28 Uhr: Vor dem Absturz des Germanwings -Jets in den französischen Alpen hat sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf nur ein Pilot im Cockpit des Airbus aufgehalten. Dies ergebe sich aus den Ermittlungen der Behörden in Frankreich, bestätigte Christoph Kumpa von der Staatsanwaltschaft in Düsseldorf am Donnerstag einen Bericht der "New York Times".

+++ 12.25 Uhr: Gedenken auch in Montabaur.

 

Um 10:53 Uhr wird heute die Totenglocke von St. Peter läuten: Wir gedenken in Stille der Opfer des Flugzeugabsturzes in...

Posted by Pfarrei St. Peter in Ketten Montabaur on Donnerstag, 26. März 2015

 

+++ 12.19 Uhr: Bei dem Flugzeugabsturz sind nach Angaben von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) 64 Menschen aus Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen. Das sagte Kraft am Donnerstag in Düsseldorf.

+++ 12.08 Uhr: Eine Airbus-Maschine der spanischen Billigfluggesellschaft Vueling ist am Donnerstag nach dem Start von Barcelona nach München in die katalanische Metropole zurückgekehrt. Wie das Unternehmen mitteilte, hatte der Pilot sich wegen eines technischen Problems zur Rückkehr entschlossen. Der Flugkapitän der Maschine vom Typ Airbus A320 habe einen "Brandgeruch" wahrgenommen und aus Sicherheitsgründen kehrtgemacht. Nach der Landung in Barcelona seien die Passagiere mit einer Ersatzmaschine nach München gestartet. Zwölf von ihnen hätten es jedoch vorgezogen, nicht mitzufliegen.

+++ 11.57 Uhr: Der Staatsanwalt von Marseille will um 12.30 Uhr auf einer Pressekonferenz informieren.

+++ 11.38 Uhr: Das Sportzentrum, in dem eine Art Kapelle als Trauerraum für die Angehörigen eingerichtet wurde, wurde abgeriegelt. Gendarmen kontrollierten den Zugang. Die Familien sollten Ruhe haben für ihre Trauer. Im Rathaus erstellten Mitarbeiter eine Liste von Einheimischen, die Menschen aufnehmen können. 

+++ 11.29 Uhr: Für die Angehörigen gibt es nach Angaben der Behörden keine Möglichkeit, an den Ort der Katastrophe zu gelangen. "Das ist nicht möglich, das ist viel zu gefährlich", sagte am Donnerstag der Unterpräfekt von Aix-en-Provence, Serge Gouteyron, der Deutschen Presse-Agentur. Zusammen mit der Polizei und Helfern vor Ort bereitete er die Ankunft von Angehörigen in Le Vernet vor. Diese Siedlung liegt in unmittelbarer Nähe der Absturzstelle.

+++ 11.27 Uhr: Die Ermittler in den französischen Alpen haben mit dem schwer zugänglichen Gelände zu kämpfen. "Die Arbeit ist extrem schwierig, das Gelände ist gefährlich. Es ist steil und rutschig", sagte der Chef der Bergrettungskräfte, Olivier Cousin. Insgesamt waren am Donnerstag rund 70 Menschen an der Unglücksstelle. Rund zwölf Ermittler waren unterwegs, um die Spuren zu sichern und die zweite Blackbox zu finden. Etwa sechs weitere suchten die Leichen. Die Ermittler werden von erfahrenen Bergrettern an einem Seil gesichert. Sie sind mit Steigeisen und Eispickel unterwegs – obwohl es kein Eis gibt. 

+++ 11.12 Uhr: Nach dem Absturz des Airbus A320 können Germanwings-Kunden zukünftige Flüge kostenlos unter der Nummer 0180/632 03 20 stornieren. Eine kostenlose Stornierung sei nur telefonisch und nicht über das Internet möglich, erklärte ein Sprecher von Germanwings. Die Lufthansa-Tochter bietet nach dem Flugzeugabsturz eine "großzügige Kulanzregelung" für Kunden, die erst einmal nicht mehr fliegen wollen. Auch Lufthansa selbst kommt seinen Kunden entgegen und schließt kostenlose Stornierungen nicht aus: "Lufthansa prüft das kulant im Einzelfall", sagte eine Sprecherin der Airline.

+++ 11.00 Uhr: Die nach Frankreich gereisten Hinterbliebenen der Todesopfer sind auf dem südfranzösischen Flughafen Marseille-Provence gelandet. Das hat die Lufthansa in Frankfurt bestätigt. Die rund 50 Angehörigen waren am Donnerstagmorgen vom Flughafen Düsseldorf gestartet, um in die Nähe des Absturzortes zu gelangen. 

+++ 10.45 Uhr: Der Co-Pilot der Maschine stammte aus Montabaur in Rheinland-Pfalz. Das sagte Stadtbürgermeisterin Gabriele Wieland (CDU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Er habe bei seinen Eltern in Montabaur gewohnt und auch einen Wohnsitz in Düsseldorf gehabt. "Insofern ist auch Betroffenheit da", sagte Wieland.

+++ 10.53 Uhr: Ein Land hält inne: Genau um 10.53 Uhr hat die Bevölkerung in NRW in aller Stille der Todesopfer gedacht. Viele Behörden, Schulen und Unternehmen beteiligten sich an der Schweigeminute, zu der die Landesregierung aufgerufen hatte. Mancherorts stand auch der Verkehr still. Genau um 10.53 Uhr war die Funkverbindung zu der Germanwings-Maschine mit der Flugnummer 4U 9525 am Dienstag abgebrochen. 

+++ 10.14 Uhr: Lufthansa und die Tochter Germanwings wollen am Nachmittag auf einer Pressekonferenz über die Ursachensuche informieren. Um 14.30 Uhr wollen am Flughafen Köln/Bonn Lufthansa-Chef Carsten Spohr und Thomas Winkelmann, Sprecher der Germanwings-Geschäftsführung, weitere Informationen mitteilen, teilte Germanwings mit.

+++ 10.07 Uhr: Hinterbliebene der 150 Toten sind zur Unglücksstelle in Südfrankreich unterwegs. Vom Flughafen Düsseldorf sei am Donnerstag kurz nach 9 Uhr ein Lufthansa-Airbus mit rund 50 Angehörigen gestartet, sagte ein Sprecher des Airports der Deutschen Presse-Agentur.

 

+++ 10.05 Uhr: An der Absturzstelle in den französischen Alpen sind die Such- und Bergungsarbeiten am Morgen wieder aufgenommen worden. Gerichtsmediziner und Gendarmen ließen sich laut Einsatzkräften von Hubschraubern aus an den Unglücksort abseilen. 

+++ 9.46 Uhr: Der Verkehrsausschuss des Bundestags will sich mit den Sicherheitsstandards der Airline Germanwings befassen. "Wir hinterfragen alles", sagte der Vorsitzende des Ausschusses, Martin Burkert (SPD), am Donnerstag der "Welt". "Vom Sicherheits- und Werkstattkonzept der Germanwings, über Wartungsintervalle bis hin zur konkreten Technik im Airbus." Auch bei anderen Vorfällen in der Luftfahrt sei man so verfahren. Nach dem Unglück in Südfrankreich wolle der Ausschuss alle Details kennen und sich wöchentlich informieren. Er halte das Fliegen aber nach wie vor für sicher, sagte Burkert.

+++ 9.26 Uhr: Die Abgeordneten des Bundestags haben bei ihrer heutigen Sitzung der 150 Opfer des Flugzeugabsturzes gedacht. Zu Beginn der Plenarsitzung erhoben sie sich zu einer Schweigeminute von ihren Sitzen. "Es ist eine menschliche Tragödie, die Deutschland, Spanien und Frankreich in Schock und Schmerz eint", sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Hörbar bewegt erinnerte Lammert unter anderem an die vielen "sehr jungen Menschen", die bei dem Unglück der Germanwings-Maschine ums Leben kamen. "Wir sind in unseren Gedanken bei Ihnen und fühlen uns Ihnen in einer ganz besonderen Weise verbunden."

+++ 9.21 Uhr: Diese Traueranzeige für die Schüler und Lehrerinnen des Halterner Schule ist heute erschienen.

+++ 9.01 Uhr: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nach Berichten über Auswertungen des Stimmenrekorders der abgestürzten Germanwings-Maschine erneut vor Spekulationen gewarnt. "Im Interesse der Angehörigen sind jede Spekulationen – auch Spekulationen aufgrund von möglicherweise bestehenden Teilergebnissen – nicht hilfreich", sagte De Maizière. Er habe von den Berichten lediglich aus der Presse gehört – "ich kann und will das nicht kommentieren."

+++ 8.18 Uhr: Hinterbliebene der Absturz-Opfer sind am Düsseldorfer Flughafen eingetroffen, um zur Unglücksstelle zu fliegen. Mit an Bord werden am Donnerstag nach Informationen des Airports auch Seelsorger sein, die die Angehörigen auf der Reise begleiten. Die Lufthansa hatte angekündigt, Angehörige mit zwei Sonderflügen nach Südfrankreich zu bringen. Eine Maschine mit Ziel Marseille soll um 8.40 Uhr in Düsseldorf starten, eine andere um 8.45 Uhr in Barcelona.

+++ 8.17 Uhr: Der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine war seit September 2013 für die Fluggesellschaft tätig. Das sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Er habe 630 Flugstunden absolviert. Vor der Anstellung sei der Mann an der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa, der Muttergesellschaft von Germanwings, in Bremen zum Piloten ausgebildet worden.

+++ 7.33 Uhr: Im westfälischen Haltern haben in der Nacht Kerzen am Joseph-König-Gymnasium an die 16 Schüler und zwei Lehrerinnen erinnert, die bei dem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind. Die Polizei will ihre Präsenz am Donnerstag deutlich zurückfahren. Die Präsenz der Medien in der westfälischen Stadt habe wieder abgenommen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

+++ 7.26 Uhr: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht trotz des Germanwings-Unglücks in Südfrankreich keine Sicherheitsprobleme im Luftverkehr. "Flugzeuge sind und bleiben ein sicheres Verkehrsmittel, auch nach diesem schrecklichen Ereignis", sagte Dobrindt der "Bild"-Zeitung. "Auch preiswertes Fliegen ist sicher." Bei einem Flugzeug komme es weniger auf das Alter als auf Wartung und Inspektion an. Dobrindt sagte weiter, Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung unterstützten die Ursachenforschung vor Ort in den französischen Alpen. 

+++ 6.50 Uhr: Nach Ansicht eines Notfallseelsorgers wird es lange dauern, bis das Halterner Joseph-König-Gymnasium wieder zum Alltag zurückfinden kann. "Es muss sich zeigen, ob die Osterferien wie eine Erholung wirken und die Menschen zu Kräften kommen können oder, ob die zwei Wochen nur eine Überbrückung des Grauens sind. Das wird ganz unterschiedlich sein", sagte Ingo Janzen, Koordinator der ökumenischen Notfallseelsorge in Haltern der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Schule trauert um 16 Schüler und zwei Lehrerinnen, die bei dem nach dem Absturz ums Leben gekommen sind.

+++ 6.48 Uhr: Mit einer Schweigeminute sollen die Menschen in NRW am Donnerstag der Opfer des Absturzes der Germanwings-Maschine in Frankreich gedenken. Die Landesregierung hat die Bürger aufgerufen, um 10.53 Uhr inne zu halten. Zu diesem Zeitpunkt war am Dienstag die Funkverbindung zu der Germanwings-Maschine mit der Flugnummer 4U 9525 abgebrochen. Behörden, Schulen und andere Einrichtungen des Landes wollen sich an der Schweigeminute beteiligen. Auch die Kirchen riefen zur Teilnahme auf. In Aachen soll das Gedenken vom Trauergeläut des Doms begleitet werden.

+++ 6.26 Uhr: Auch Esprit trauert um einen Kollegen, wie auf der Facebook-Seite des Unternehmens zu sehen ist. Josef Sabate war einer der Top-Manager des Konzerns. Weil seine Familie in Spanien lebte, pendelte der dreifache Familienvater oft zwischen beiden Ländern. Seine Frau erwartete in Kürze das vierte Kind.

+++ 5.49 Uhr:  Zum Zeitpunkt des Absturzes der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen ist nach übereinstimmenden Medienberichten nur ein Pilot im Cockpit gewesen. Nach Informationen der "New York Times" und der französischen Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf anonyme Ermittler soll dies aus den Aufnahmen des bereits gefundenen Sprachrekorders hervorgehen. Sowohl die Lufthansa als auch Germanwings konnten die neuesten Enthüllungen am frühen Donnerstagmorgen zunächst nicht bestätigen.

Lesen Sie hier das Nachrichtenprotokoll vom Mittwoch.

 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Germanwings: Ermittler tragen Kartons aus Wohnung des Co-Piloten


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.