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Germanwings-Absturz
Familie des Co-Piloten wusste nichts von Suizid-Gedanken

Ermittlungen im Fall Andreas L.
Ermittlungen im Fall Andreas L. FOTO: Federico Gambarini
Düsseldorf. Aus dem familiären Umfeld von Andreas L. gibt es nach bisherigen Zeugenaussagen keine Hinweise, dass der Copilot sich mit den Gedanken trug, seinem Leben ein Ende zu setzen. Das bestätigte der ermittelnde Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa auf Anfrage unserer Redaktion. Von Denisa Richters

Bestätigt haben die Ermittler jedoch, dass L. vor mehreren Jahren – noch bevor er den Pilotenschein erhielt – über einen längeren Zeitraum "mit vermerkter Suizidalität in psychotherapeutischer Behandlung" gewesen sei. Der damalige Flugschüler hat auch seine Ausbilder über eine "abgeklungene, schwere depressive Episode" informiert, wie Lufthansa bestätigte.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll L. die Germanwings-Maschine am 24. März zum Absturz gebracht haben. Alle 150 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Über ein Video, das mit einem Handy kurz vor dem Absturz an Bord der Unglücksmaschine  gemacht worden sein soll, haben die Düsseldorfer Ermittler laut Kumpa bisher keine Kenntnis. Am Dienstag sind Mitglieder der Sonderkommission "Alpen" der Düsseldorfer Polizei an der Absturzstelle in den französischen Alpen, um sich mit den Kollegen vor Ort auszutauschen.

 

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