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Dioxin-Skandalfirma Harles und Jentzsch
Geschäftsführer soll Stasi-IM gewesen sein

Dioxin-Skandal 2011: Aigners Zehn-Punkte-Plan
Dioxin-Skandal 2011: Aigners Zehn-Punkte-Plan FOTO: dapd
Berlin (RPO). Der ehemalige Geschäftsführer der im Dioxin-Skandal beschuldigten Futtermittelfirma Harles und Jentzsch, Siegfried Sievert, soll zu DDR-Zeiten als Stasi-Spitzel gearbeitet haben. Laut einem Zeitungsbericht war Sieverts jahrzehntelang als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) tätig.

Ein ehemaliger Geschäftsführer der für den Dioxin-Skandal verantwortlich gemachten Futterfettfirma Harles und Jentzsch soll zu DDR-Zeiten als Stasi-Spitzel gearbeitet haben. Die "Märkische Allgemeine Zeitung" aus Brandenburg berichtete, der Mann habe jahrzehntelang als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit gearbeitet. Eine Sprecherin der insolventen Firma wies die Meldung auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd allerdings zurück. "Wenn das so wäre, hätten wir davon gewusst."

Das Blatt bezieht sich auf die Stasi-Unterlagenbehörde. Demnach soll der Mann unter dem Decknamen "Pluto" von seinem 18. Lebensjahr an andere DDR-Bürger ausspioniert haben, etwa während seiner Tätigkeit für den "Volkseigenen Betrieb Märkische Ölwerke". Von der Birthler-Behörde war zu diesem Fall keine aktuelle Einschätzung zu bekommen.

(apd/awei)
 
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