Immer wieder kommt es an deutschen Bahnhöfen zu brutalen Übergriffen mit teils verheerenden Folgen.
Ein Überblick.
Stand: Mai 2012
27. Mai 2012: Im Mönchengladbacher Hauptbahnhof werden zwei Frau von drei Jugendlichen krankenhausreifgeschlagen. Zuvor hatten die Frauen die Jugendlichen gebeten, nicht im Bahnhof Fußball zuspielen. Ein 15-jähriger wurde gefasst, nach zwei weiteren wird gefahndet.
1. Februar 2012: Ein 44-jähriger Mann wird in einer Berliner S-Bahn angegriffen und schwer am Kopf verletzt. Drei Täter waren in der Linie S 7 über ihr stark betrunkenes Opfer hergefallen. Dabei traten sie dem bereits am Boden liegenden Mann mehrfach gegen den Kopf.
17. September 2011: Am Berliner U-Bahnhof Kaiserdamm wird ein 23-Jähriger von mehreren jungen Männern angegriffen. Er läuft in Panik auf die Straße und wird von einem Auto überfahren. Zwei der Angreifer stellen sich. Gegen sie wird Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge erlassen.
23. April 2011: Ein 29-Jähriger wird auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße in Berlin bis zur Bewusstlosigkeit getreten. Das Opfer wird mit schweren Kopfverletzungen bewusstlos in ein Krankenhaus gebracht. Der 18 Jahre alte Angeklagte wird am 19. September wegen versuchten Totschlags zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.
11. Februar 2011: Ein 30-Jähriger wird auf dem U-Bahnhof Lichtenberg in Berlin geschlagen und beraubt. Vier Jugendliche sollen ihn solange misshandelt haben, bis er bewusstlos und lebensbedrohlich verletzt am Boden liegen bleibt. Er liegt mehrere Wochen im künstlichen Koma. Die Beschuldigten im Alter zwischen 14 und 18 Jahren werden wegen versuchten Mordes aus Habgier und niederen Beweggründen angeklagt.
14. Mai 2010: Ein 19-Jähriger wird auf dem Hamburger S-Bahnhof Jungfernstieg erstochen. Aus nichtigen Gründen war es zu einem Streit mit einer vorbeikommenden Gruppe Jugendlicher gekommen. Während der Auseinandersetzung wird dem 19-Jährigen in den Oberkörper gestochen. Ein 16-Jähriger wird deswegen im Dezember 2010 zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren verurteilt.
12. September 2009: Der Geschäftsmann Dominik Brunner wird auf dem S-Bahnhof Solln bei München von zwei Jugendlichen verprügelt und stirbt wenig später im Krankenhaus. Brunner hatte versucht, Kinder vor den Schlägern zu schützen. Die beiden Täter, zur Tatzeit 17 und 18 Jahre alt, werden im September 2010 zu Jugendstrafen von neun Jahren und zehn Monaten beziehungsweise sieben Jahren verurteilt
10. August 2008: Leichlingen. Ein 23-Jähriger wird am Bahnhof niedergestochen. Er überlebt.
6. Januar 2008: Sieben Männer schlagen in Frankfurt einen U-Bahn-Fahrer zusammen. Sie griffen ihr Opfer auf dem Bahnsteig an und schlugen es mit Fäusten ins Gesicht. Zuvor hatten sie in der Bahn randaliert, Scheiben zerschlagen und eine Trennwand herausgerissen.