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Islamfeindlichkeit
Gewalt gegen Muslime nimmt zu

Gewalt gegen Muslime nimmt zu
Bei Übergriffen auf Muslime sind fast immer Rechtsextreme die Täter. FOTO: dpa, ppl jhe skm jhe
Osnabrück. Bei islamfeindlichen Straftaten sind im zweiten Quartal dieses Jahres 16 Menschen verletzt worden. Das sind deutlich mehr als im ersten Vierteljahr mit 2 Verletzten.  

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Demnach sollen in fast allen Fällen Rechtsextreme die Täter gewesen sein. Einer von ihnen wurde festgenommen

Polizei und Verfassungsschutz erfassten in den Monaten April bis Juni insgesamt 192 islamfeindliche Straftaten auf muslimische Einrichtungen oder Muslime. Damit blieb die Zahl auf etwa gleich hohem Niveau, im ersten Quartal waren es 200 Fälle gewesen.

Islamfeindliche Straftaten seit 2017 ausgewertet 

Da die Behörden diese Daten zu "islamfeindlichen Straftaten" erst seit Jahresbeginn auswerten, gibt es keine Vergleichszahlen zu 2016.

Zu den Straftaten zählen Hetze gegen Muslime oder muslimische Flüchtlinge im Netz (sogenannte Hasskommentare), Drohbriefe, Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen oder muslimische Männer auf der Straße, aber auch Sachbeschädigung und Nazi-Schmierereien an Häusern.

Die innenpolitische Expertin der Linken, Ulla Jelpke, sagte: "Entwarnung kann schon deswegen nicht gegeben werden, weil die Zahl islamfeindlicher Straftaten kaum zurückgeht und die Übergriffe auf Muslime immer brutaler werden."

(beaw/kna)
 
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