Im Supermarkt: Giftpflanze in Rucola-Salat entdeckt
zuletzt aktualisiert: 11.08.2009 - 18:10Hamburg (RPO). Ein Supermarkt-Kunde hat in Salatpackungen Blätter einer giftigen Pflanze entdeckt. Laut einem Medienbericht enthielten die Packungen mit Rucola in einer Filiale des Discounters in Langenhagen bei Hannover einzelne Stängel des Gemeinen Kreuzkrauts.
Die giftige Pflanze, auch Greiskraut genannt, kann lebensgefährliche Leberschäden hervorrufen. Die Blätter des Kreuzkrauts, das sich in Deutschland nach Angaben von Gesundheitsbehörden ausbreitet, sind von Rucola-Blättern für Laien nur schwer zu unterscheiden.
Der Kunde in Langenhagen erkannte dem "Spiegel"-Bericht zufolge allerdings die Kreuzkraut-Blätter und kaufte alle vorrätigen Packungen auf. Fünf Proben schickte er dann ans Pharmazeutische Institut der Universität Bonn. Das stellte fest: Die Salatproben enthielten pro 150 Gramm Salat 2500 Mikrogramm Gift aus dem Kreuzkraut, wie ein Sprecher der Hochschule "Spiegel Online" sagte. Ein Mensch sollte pro Tag jedoch nicht mehr als ein Mikrogramm zu sich nehmen.
Die für Lebensmittelsicherheit zuständige Behörde in Hannover machte dem Bericht zufolge bereits alle Supermärkte in der Region auf das Problem aufmerksam. Mittlerweile hat der Lebensmitteldiscounter Plus/Netto hat in allen deutschen Filialen den Rucola-Salat aus den Regalen genommen. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin den Zeitungen der WAZ-Gruppe.
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