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Gina-Lisa Lohfink meldet sich bei Facebook
"Es ist ganz furchtbar, was da mit mir gemacht wird"

Der dritte Verhandlungstag im Lohfink-Prozess
Der dritte Verhandlungstag im Lohfink-Prozess FOTO: dpa, wk tmk
Berlin . Nach der Fortsetzung des Prozesses, bei dem Gina-Lisa Lohfink angeklagt ist, weil sie zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt haben soll, hat sich das Model am Mittwoch mit einem Facebook-Posting an die Öffentlichkeit gewendet.

Gina-Lisa Lohfink hat etwas zu sagen: In einem Facebook-Posting hat sie sich am Mittwoch nach der Fortsetzung des Gerichtsprozesses gegen sie an die Öffentlichkeit gewendet. "Was ich mal sagen wollte, es ist ganz furchtbar, was da mit mir gemacht wird vor Gericht", beginnt die emotionale Botschaft des Models, das derzeit vor Gericht steht, weil es zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt haben soll. Der Prozess wurde Anfang der Woche fortgesetzt - unter Tränen der Angeklagten, die sich als Opfer in der Sache sieht.

Das beteuert sie auch noch einmal in ihrem Posting: "Es ekelt mich an", schreibt sie. Sie werde vom Opfer zur Täterin gemacht. Der Geschlechtsverkehr mit den beiden Männern, der auf Video aufgezeichnet wurde, sei nicht einvernehmlich gewesen. Sie sei "total betrunken" gewesen, "und gefilmt werden wollte ich auch nicht".

Doch den Tatbestand der Vergewaltigung durch die beiden Männer haben Ermittlungen bislang nicht bestätigt, stattdessen haben die Männer ihrerseits Lohfink angezeigt.

Debatte über das Sexualstrafrecht

Der Prozess hatte in den vergangenen Wochen einen Sturm der Entrüstung und eine Debatte über die Verschärfung des Sexualstrafrechts ausgelöst. Kritiker warfen Lohfink derweil vor, den Prozess für sich als Show zu nutzen und ihre Karriere damit nach vorne bringen zu wollen. Angeheizt wurde diese Kritik durch neue Spekulationen, wonach Gina-Lisa Lohfink angeblich Kandidatin der nächsten Staffel des RTL-Dschungelcamps wird.

Lohfink rechtfertigt ihr Auftreten als öffentliche Person

Dies ist bislang zwar nicht offiziell bestätigt, dennoch rechtfertigt Lohfink ihr weiteres Auftreten als öffentliche Person ebenfalls in ihrem Facebook-Posting: "Mein Leben muss weitergehen und ich arbeite jeden Tag fleißig, will mich lieber nicht in der Zeitung sehen in Verbindung mit so einer schrecklichen Verhandlung, die für mich psychisch und seelisch sehr, sehr schlimm ist", schreibt sie.

Am Ende der Botschaft appelliert sie zudem an alle Frauen, wachsam zu sein, sie alle "da draußen" sollten gut auf sich aufpassen. "So etwas kann jedem passieren."

Einen Kommentar zum Fall Lohfink lesen Sie hier.

(lai)
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