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Glauchau
Richter verhängt 18 Monate Haft für Neonazi wegen KZ-Miniatur

Glauchau: Richter verhängt 18 Monate Haft für Neonazi wegen KZ-Miniatur
FOTO: David Ebener/dpa
Hohenstein-Ernstthal. Ein Neonazi aus dem sächsischen Glauchau muss unter anderem wegen Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ins Gefängnis.

Das Amtsgericht Hohenstein-Ernstthal verurteilte den 32-Jährigen am Mittwoch zu 18 Monaten ohne Bewährung, wie ein Sprecher am Donnerstag sagte. Zuvor hatte die "Freie Presse" über den Fall berichtet.

Demnach hatte der mehrfach vorbestrafte Rechtsextremist Weihnachten 2016 das Foto einer als Räucherhäuschen gestalteten Miniatur des Konzentrationslagers Auschwitz auf seine Facebookseite gestellt - zusammen mit dem Text "So, da werden wir mal das Räucherhaus anfeuern".

Ein anderer Facebook-Nutzer erstattete Anzeige. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes fand die Polizei dem Bericht zufolge gleich zwei Modelle des nachgebildeten KZ. Der Angeklagte räumte demnach ein, das Bild bei Facebook veröffentlicht zu haben. Ebenso wie einen Neujahrsgruß, den er als Fotomontage aus Adolf Hitler samt Hakenkreuz und Silvesterrakete gestaltet hatte.

Eine gefährliche Körperverletzung wegen eines Streits mit Studenten im März vergangenen Jahres wurde in dem Prozess am Mittwoch mit verhandelt und floß in die Haftstrafe ein. "Sie haben sich über die Auschwitz-Überlebenden lustig gemacht und die erzgebirgische Volkskunst missbraucht", sagte Richter Manfred Weber dem Angeklagten laut "Freier Presse". "Das ist sehr übel." Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(felt/dpa)
 
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