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Grenze zu Deutschland
Wenn der Papst kommt, macht Polen dicht

Grenze zu Deutschland: Wenn der Papst kommt, macht Polen dicht
FOTO: dpa, dsn cv jak
Warschau. Erst kommt die Nato, dann der Papst. Im Juli möchte Polen darum die Grenzen überwachen. Mit der Flüchtlingskrise habe diese Maßnahme nichts zu tun, hieß es.

Zum Schutz des Papstes während seines Polen-Besuchs und des Nato-Gipfels in Warschau will Polen im Juli vorübergehend Personenkontrollen an seinen Grenzen zu Deutschland vornehmen. Das kündigte Innenminister Mariusz Blaszczak am Mittwoch in einem Radiointerview an. Den ganzen Juli über würden auch die Grenzen zu den übrigen Nachbarstaaten des Schengen-Raums, Tschechien, Slowakei und Litauen, kontrolliert.

Die Kontrollen seien nicht das Ergebnis der Flüchtlingskrise, betonte Blaszczak. Sie dienten der Sicherheit von Papst Franziskus und der Teilnehmer des katholischen Weltjugendtags Ende Juli im südpolnischen Krakau. Zu dem Großereignis werden das Kirchenoberhaupt und bis zu 2,5 Millionen junge Menschen erwartet. Am 8. und 9. Juli treffen sich in Warschau außerdem Staats- und Regierungschefs sowie die Außen- und Verteidigungsminister der 28 Nato-Staaten.

Seit Ende 2007 gehört Polen zum Schengen-Raum und verzichtet auf Personenkontrollen an seinen Grenzen - mit Ausnahme im Bezug auf die Nachbarländer Ukraine, Weißrussland und Russland.

(kl/KNA)
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