Impfung nur in Einzelfällen sinnvoll: Grippewelle erfasst Deutschland
zuletzt aktualisiert: 01.02.2009 - 17:16Berlin (RPO). Die Anzahl der Grippe-Fälle in Deutschland nimmt zu. Die Gesundheitsbehörden verzeichnen im ganzen Land einen deutlichen Anstieg der Infektionen. Besonders Kinder und Jugendliche sind betroffen, teilte das Robert-Koch-Instittut (RKI) mit. Wie sich die Grippewelle weiterentwickelt, können auch die Experten nicht vorhersagen.
"Wir haben eine etwas stärkere Welle als im vergangenen Winter", sagte eine Sprecherin des Robert-Koch-Institutes (RKI). Generell sind Influenzaviren auf der Nordhalbkugel im Winter aktiver, weil es kälter und trockener als im Sommer und die für das Virus schädliche UV-Strahlung geringer ist.
Eine allgemeine Empfehlung zur Grippeschutzimpfung gibt das RKI so spät im Winter nicht mehr ab. "Es kann in einzelnen Fällen sinnvoll sein", sagte Glasmacher. Interessierte sollten sich mit ihrem Hausarzt in Verbindung setzen.
Nach Einschätzung der Experten ist eine Impfung im Oktober oder November am sinnvollsten. Dies wird vor allem Menschen über 60 Jahren und allgemein durch Krankheiten geschwächten Personen empfohlen. Auch Personen mit erhöhter Gefährdung wie medizinisches Personal oder Angestellte in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr sollten sich schützen. Nach der Spritze ist nach zwei Wochen ein Impfschutz aufgebaut.
Vogelgrippe weiter aktiv
Die Grippewelle in Deutschland ist unabhängig von der nach wie vor grassierenden Vogelgrippe, die nur sehr selten vom Tier auf den Menschen überspringt. Zudem können sich mit dem aggressiven Erreger vom Typ H5N1 infizierten Menschen nicht gegenseitig anstecken. Bislang wurden beim Menschen 403 Vogelgrippe-Fälle registriert, von denen 254 tödlich endeten. Die meisten Ansteckungen gab es in China und Vietnam. In Deutschland gab es bislang keinen Fall.
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