FIFA will mehr "Public Viewing": Größere Fanmeilen, mehr Großleinwände
zuletzt aktualisiert: 17.06.2006 - 19:26Berlin (rpo). Riesenandrang auf die Großleinwände: Die Berliner Fanmeile musste bereits wegen Überfüllung geschlossen werden, und auch in anderen Städten wird es eng. Die FIFA hat deshalb empfohlen, das "Public Viewing" auszuweiten. Köln und Dortmund haben bereits angekündigt, weitere Großbildschirme aufzustellen.
In Köln soll nach Informationen des WDR am Deutzer Rheinufer eine neue Leinwand in Betrieb genommen werden, auf der das Spiel England gegen Schweden übertragen werden soll. Speziell für die britischen Fans soll hier der englische Kommentar zum Spiel zu hören sein. In den Dortmunder Westfalenhallen sollen bis zum Achtelfinalspiel weitere Leinwände in den Westfalenhallen aufgebaut werden.
"Irgendwann wird es zu eng, wenn zu viele Menschen kommen", sagte FIFA-Sprecher Markus Siegler am Samstag in Berlin. Daher unterstütze der Weltfußballverband eine Erweiterung. Dies sei allerdings Sache der Städte. Die längste Fanmeile Deutschlands in Berlin musste am Mittwoch wegen Überfüllung an einigen Eingängen zeitweilig geschlossen werden. Insgesamt wurden hier seit dem WM-Start bis Freitagabend rund 2,4 Millionen Menschen gezählt.
"Fanfeste sind ein Erfolg"
Siegler sagte, München, Köln, Frankfurt und Dortmund hätten ihre Fanfeste bereits vergrößert. Berlin sei noch in einer Phase der Abklärung. Oberstes Ziel müsse sein, die Sicherheit der Fans zu garantieren. Die Fanfeste seien ein großer Erfolg, da sie so friedlich verliefen.
Das Land Berlin will erst nach dem Spiel des deutschen Teams gegen Ecuador am Dienstag endgültig über eine Verlängerung der zwei Kilometer langen Fanmeile entscheiden. Senatssprecher Michael Donnermeyer sagte der AP, es müsse geprüft werden, wie die Stadt dies haushalts- und verkehrstechnisch bewältigen könne.
Wenn wie am vergangenen Mittwoch beim Spiel Deutschland gegen Polen 500.000 Menschen kämen, sei eine Grenze der Belastbarkeit erreicht. Da die Fanfeste eine gemeinsame Veranstaltung von FIFA und Städten seien, müsste die FIFA sich auch finanziell engagieren. So sei die FIFA beispielsweise für zusätzliche Leinwände verantwortlich.
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