Schaden in dreistelliger Millionenhöhe vermutet: Großbrand in Krefeld
zuletzt aktualisiert: 22.06.2006 - 17:18Düsseldorf (rpo). Großbrand in Krefeld: In einem Kaltwalzwerk von ThysssenKrupp Nirosta hat am Morgen eine Lagerhalle in voller Ausdehnung gebrannt. Stunden lang lag eine riesige schwarze Rauchwolke über der Stadt und zog nach Duisburg. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden in dreistelliger Millionenhöhe.
Der Brand war aus bislang ungeklärter Ursache im dreigeschossigen Turm eines Kaltwalzwerkes ausgebrochen. Die werkseigene Feuerwehr und die Krefelder Berufsfeuerwehr waren mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr im Großeinsatz und versuchten, anliegende Gebäude vor den Flammen zu schützen. Fünf Personen erlitten Atemwegsreizungen. Außerdem erlitt ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen.
Als ein Teil der Feuerwehr zwischenzeitlich zu einem anderen Brand abgezogen wurde, flackerten die Flammen wieder auf. Später bekam die Feuerwehr den Brand in den Griff, nach mehreren Stunden war er gelöscht. Der Brand werde die Produktion in nächster Zeit nachhaltig beinträchtigen, berichtete das Unternehmen.
Wegen der starken Rauchentwicklung waren die Anwohner aufgefordert worden, Türen und Fenster geschlossen halten. Messergebnisse der Feuerwehr ergaben jedoch bisher keine konkrete Gefährdung. Dennoch berichteten Anwohner von einem leicht säuerlichen Geruch. Kinder mussten während der Schul- oder Kindergartenpausen in den Grbäuden bleiben. Ein Gymnasium sagte sein Schulfest ab.
Der Brand sei um 5.20 Uhr gemeldet worden, sagte ein Sprecher der Polizei Krefeld. Betroffen sei eine Halle, die zum Produktionsbereich des Stahlwerks gehören solle. Das Werk verfügt über eine eigene Feuerwehr.
Bei ThyssenKrupp Nirosta in Krefeld arbeiten insgesamt 2.200 Beschäftigte.
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