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Lebensgefährliche Verletzungen
Mob soll Mann aus fahrendem Zug gedrängt haben

Haldensleben: Aggressiver Mob soll Mann aus fahrendem Zug gedrängt haben
Der 25-Jährige war mit drei Bekannten am Bahnhof Haldensleben in eine große Menge gewaltbereiter und betrunkener Fußballfans aus Halle an der Saale geraten. FOTO: dpa, jew;cse sab
Haldensleben. Ein aggressiver Mob soll in Sachsen-Anhalt einen jungen Mann so sehr bedrängt haben, dass dieser die Tür eines fahrenden Zuges öffnete und nach draußen stürzte. Der 25-Jährige wurde bei dem Vorfall lebensgefährlich verletzt.

"Er hat aufgrund der Bedrohung durch den gewaltbereiten Mob selbst die Notentriegelung betätigt", sagte Polizeisprecher Marc Becher am Dienstag.

Ob der 25-Jährige aus dem Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt das bewusst oder aus Versehen getan habe, müsse noch ermittelt werden. Ebenso unklar war noch, ob der Mann aus dem Zug gestoßen wurde oder selbst sprang.

Der 25-Jährige und drei Bekannte seien am Bahnhof Haldensleben in eine große Menge gewaltbereiter und betrunkener Fußballfans aus Halle an der Saale geraten. Die drei Begleiter des jungen Mannes seien von der Menge am nächsten Haltepunkt zum Aussteigen gezwungen worden.

Bislang wurden nach Bechers Angaben 27 Hallenser aus dem Zug ermittelt. Es seien allerdings noch viel mehr dabei gewesen. Es liefen Befragungen. Zudem würden Videoaufnahmen aus dem Zug gesichtet.

Der 25-Jährige war in der Nacht zum Sonntag mit lebensgefährlichen Verletzungen an den Gleisen gefunden worden - etwa eine Stunde nach dem Sturz. Er erlitt schwere Kopfverletzungen.

Er war kurz vor Mitternacht am Bahnhof Haldensleben in die Regionalbahn eingestiegen, die von Wolfsburg nach Magdeburg fuhr. Die Fans des Halleschen FC waren schon im Zug. Sie befanden sich auf dem Rückweg von einem Auswärtsspiel in Köln nach Halle.

(csr/dpa)
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