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Hamburg
Feuerwehr rettet Mann und Baby aus zugefrorenem Teich

Hamburg: Feuerwehr rettet Mann und Baby aus zugefrorenem Teich
Die Rettungskräfte am Einsatzort. FOTO: dpa, fpt
Hamburg. In Hamburg hat die Feuerwehr einen Mann und ein drei Monate altes Baby aus einem zugefrorenen Teich gerettet, nachdem diese dort eingebrochen waren. Der Mann behauptet, er sei vor Räubern auf das Eis geflohen. Die Polizei sucht deshalb jetzt nach zwei Unbekannten. 

Wieso brach der Mann mit seinem Baby im zugefrorenen Teich ein? Ersten Erkenntnissen zufolge er im Stadtteil Eißendorf von einem oder mehreren Unbekannten mit einem Messer angegriffen worden und vor ihnen auf das dünne Eis des Teichs geflohen sein. Dort sei er eingebrochen, sagte ein Polizeisprecher. Eine Mordkommission ermittele derzeit. 

Anwohner hatten am Montagabend gegen 22.37 Uhr Hilferufe des Mannes gehört und die Polizei alarmiert. Polizeibeamte sicherten den bis zur Brust im Wasser stehenden Mann mit einer Rettungsleine. Erst der Feuerwehr sei es aber gelungen, den Mann aus dem Wasser zu ziehen. Dabei sei auch das Baby entdeckt worden, das der Mann in einem Tragetuch vor der Brust trug. 

Der 24-Jährige, der in der Nachbarschaft des Teiches wohnt, sagte der Polizei, er sei mit seiner Tochter im Tragetuch spazierengegangen. Plötzlich sei er von zwei Männern geschlagen worden, die von ihm Handy und Geld verlangt hätten. Da er nichts dabei gehabt habe, sei er von einem der Männer mit einem Messer verletzt worden. Er sei geflüchtet und dabei auf dem Lohmühlenteich in das wenige Zentimeter dünne Eis eingebrochen.

Das kleine Mädchen wurde von der Feuerwehr reanimiert und liegt jetzt auf der Intensivstation. Wie es dem Mädchen gehe, konnte die Polizei am Dienstag nicht sagen. Vermutlich bestehe noch Lebensgefahr. Der Mann erlitt starke Unterkühlungen. Außerdem habe er mehrere Stichverletzungen, die - laut Polizei - aber nicht lebensbedrohlich seien. Er liegt ebenfalls in einer Klinik. 

Bei den Tätern soll es sich um zwei etwa 30 Jahre alte Männer gehandelt haben. Einer von ihnen ist den Angaben zufolge 1,70 bis 1,75 groß, hat dunkle Haare und trug eine dunkle Kapuzenjacke mit Fellbesatz. Sein ebenfalls dunkelhaariger Komplize war nach Angaben des 24-Jährigen etwa 10 Zentimeter größer.

(jif/das/dpa)
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