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Nach Messerattacke in Edeka-Markt
Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen in Hamburg

Fotos: Mann sticht auf Supermarktkunden in Hamburg ein
Fotos: Mann sticht auf Supermarktkunden in Hamburg ein FOTO: dpa, mks sab
Hamburg. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen nach der Messerattacke in einem Edeka-Markt an sich gezogen. Ein islamistischer Hintergrund liege nahe. Der Täter selbst gab inzwischen an, als Terrorist behandelt werden zu wollen.

Die Bundesanwaltschaft übernimmt "wegen der besonderen Bedeutung des Falles" die Ermittlungen. Ein radikal-islamischer Hintergrund liege nahe, der 26-jährige Angreifer habe sich aber wohl selbst radikalisiert, teilte die Karlsruher Behörde am Montag mit.

Nach der tödlichen Messer-Attacke geht die Polizei auch der Frage nach, warum dieser nicht vom sozialpsychologischen Dienst untersucht worden war. Eine solche Untersuchung hatte der Verfassungsschutz zu Beginn des Jahres empfohlen. Routinemäßig werde auch überprüft, ob der Mann als Täter für andere Straftaten in Frage kommen könnte. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Montag. 

Verbindung zum Tod eines 16-Jährigen?

Dazu zählt auch der ungeklärte Mord an einem 16-Jährigen. Der Schüler war im Oktober vergangenen Jahres von einem unbekannten Täter erstochen worden.

Dem Sprecher zufolge laufen die Ermittlungen der Polizei und anderer Behörden auf Hochtouren. Es seien sehr viele Zeugen zu befragen, sagte ein Polizeisprecher. 

Der Sprecher bestätigte, dass der 26-jährige Palästinenser bei seiner Festnahme gesagt haben soll, er wolle als Terrorist behandelt werden. Das füge sich in das Persönlichkeitsbild, bei dem neben dem Verdacht des Islamismus auch die psychischen Auffälligkeiten des Mannes immer wieder eine Rolle spielten.

(csr/dpa)
 
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