| 18.29 Uhr

Hamburger Polizeichef
"G20-Krawalle gingen nicht aktiv von Roter Flora aus"

Fotos: G20-Proteste - schwere Ausschreitungen in der Nacht
Fotos: G20-Proteste - schwere Ausschreitungen in der Nacht FOTO: rtr, MDJ
Hamburg. Das linksautonome Kulturzentrum Rote Flora hat bei den schweren G20-Krawallen nach Einschätzung von Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer keine aktive Rolle gespielt.

Vielmehr sieht er einen "internationalen Mob" hinter den Ausschreitungen und Plünderungen Anfang Juli im Schanzenviertel. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das aktiv von der Flora ausging. Ich denke, es ist ihnen aus dem Ruder gelaufen", sagte Meyer dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Wie bei der Demonstration "Welcome to Hell" habe es im Schanzenviertel eine Gruppe gegeben, die jenseits aller Vermittelbarkeit agiert habe, sagte Meyer. "Sie war nicht steuerbar, nicht von den selbst ernannten Sprechern der Roten Flora, nicht vom Viertel." Beim G20-Gipfel war es vor allem im Schanzenviertel zu Krawallen, Angriffen auf die Polizei und Plünderungen gekommen.

Politiker wie Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Hamburgs CDU-Fraktionschef André Trepoll (CDU) hatten den Betreibern der Roten Flora eine Mitschuld an der Eskalation der Gewalt gegeben.

(felt/dpa)
 
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