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Mehrere Verhaftungen
Designerdrogen-Razzien in NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen

Handel mit Designerdrogen: Mehrere Verhaftungen nach Razzien in drei Bundesländern
Vier Verdächtige wurden bei der Razzia in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz festgenommen. FOTO: dpa
Koblenz. Im Kampf gegen den Onlinehandel mit sogenannten Designerdrogen sind Ermittler in drei Bundesländern mit Razzien gegen Verdächtige vorgegangen. Auch in Nordrhein-Westfalen hat es einen Großeinsatz gegeben.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und die Polizei im rheinland-pfälzischen Betzdorf am Montag mitteilten, wurden Ende vergangener Woche insgesamt zwölf Objekte von zehn Beschuldigten in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen durchsucht. Vier Beschuldigte wurden verhaftet.

Die Verdächtigen produzierten und vertrieben laut Polizei als Kräutermischungen, Badesalze, Liquids oder Pflanzendünger bezeichnete Designerdrogen. Die Bestellungen wurden demnach über mehrere Onlineshops abgewickelt - geliefert wurde auf dem Postweg, bezahlt per Vorkasse oder Nachnahme. Der Kundenstamm wird auf tausende Abnehmer geschätzt, täglich sollen weit über hundert Päckchen und Pakete verschickt worden sein.

Bei den Razzien waren rund 140 Beamte im Einsatz. Es seien "große Mengen neue psychoaktive Substanzen" beschlagnahmt worden - "allein an einem Ort in Nordrhein-Westfalen circa 50 Umzugskartons mit fast 30.000 Verpackungseinheiten", erklärten die Ermittler. Auch wurden zahlreiche Computer, Datenträger und Mobiltelefone, 25.000 Euro in bar, Bankguthaben, Grundstücke und Fahrzeuge beschlagnahmt. Die Rede war von Vermögen im Umfang von zweieinhalb Millionen Euro.

Vier Verdächtige im Alter zwischen 29 und 58 Jahren wurden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz festgenommen. Gegen sie lagen bereits im Vorfeld Haftbefehle wegen des Verdachts des bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und neuen psychoaktiven Stoffen vor. Die vier Männer sitzen nun in Untersuchungshaft und äußerten sich vor dem Haftrichter zunächst nicht zu den Vorwürfen.

(mro/AFP)