| 12.32 Uhr

18-Jähriger stirbt in Hannover
Hausbesitzer erschießt mutmaßlichen Einbrecher

Hannover. In Hannover hat es eine tödliche Schießerei gegeben: Ein Hausbesitzer hat in der Nacht zum Dienstag einen mutmaßlichen Einbrecher niedergeschossen.

Der 40-Jährige habe nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gegen 1 Uhr in der Nacht zum Dienstag drei Männer vor seinem Haus bemerkt, teilte die Polizei in der niedersächsischen Hauptstadt mit. Er ging demnach mit einer Pistole vor das Haus und gab einen Schuss ab. Das Trio flüchtete, ein 18-Jähriger wurde wenig später aber von Beamten nahe dem Tatort mit schwersten Verletzungen gefunden. Er starb kurz darauf.

Der Hausbesitzer wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Totschlags. Nach Angaben der Polizei gab der Mann an, er habe zunächst verdächtige Geräusche an seiner Haustür gehört und dann beim Blick aus einem Fenster die drei Männer bemerkt, von denen einer seiner Darstellung nach eine Waffe in der Hand gehabt haben soll. Der Hausbesitzer holte die Pistole, die sich legal in seinem Besitz befand, trat vor das Haus und feuerte einmal in Richtung des Trios.

Anschließend rief er über den Notruf die Polizei. Beamte fanden den durch den Schuss lebensgefährlich verletzten 18-Jährigen rund 200 Meter entfernt an einer Straße. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, starb dort aber trotz Wiederbelebungsversuchen.

Die Fahndung nach den beiden mutmaßlichen Komplizen des Erschossenen, an der sich auch ein Polizeihubschrauber beteiligte, blieb erfolglos. Der 40-jährige hielt sich den Beamten zufolge zum Zeitpunkt des Geschehens mit seiner Lebensgefährtin und einem kleinen Kind im Haus auf. Die Ermittler baten Zeugen, sich zu melden.

 

(dpa)
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