| 11.05 Uhr

Flüchtlingskrise
Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus Krisenländern steigt

13 Fakten zu Hartz IV
13 Fakten zu Hartz IV FOTO: dpa, Oliver Berg
Berlin. Im Zuge der Flüchtlingskrise ist die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher aus Krisengebieten kräftig angestiegen.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit berichtet, hat sich die Zahl der erwerbslosen Hartz-IV-Empfänger aus den Asylzugangsstaaten bis September 2015 binnen eines Jahres um 20 Prozent erhöht auf gut 160.000 Menschen.

Besonders schwer bei der Jobsuche tun sich demnach Menschen aus afrikanischen und arabischen Ländern, bei denen die Zahl der Arbeitslosen stärker gestiegen ist als in Vergleichsgruppen. So habe sich die Zahl der registrierten Jobsuchenden aus Syrien mehr als verdoppelt.

Die Zahl aller Hartz-IV-Empfänger aus den Fluchtländern, einschließlich Familienangehörigen, stieg dem Bericht zufolge binnen eines Jahres bis Juni 2015 um 83.000 oder 23,4 Prozent auf fast 436.000 Menschen. Einen Anspruch auf Hartz IV haben Flüchtlinge, wenn ihr Asylantrag anerkannt ist und sie keine Arbeit finden.

Für die Bundesagentur für Arbeit kommen die Zahlen nicht überraschend: "Die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt - auch auf Grund der Sprachbarrieren - nicht immer ohne Probleme", sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit der "Süddeutschen Zeitung". Die Hälfte der Flüchtlinge sei aber 25 Jahre oder jünger und habe bei ausreichender Qualifikation gute Chancen, den Sprung auf den Arbeitsmarkt zu schaffen, wenn sie ausreichend qualifiziert seien.

Liebe Leserinnen und Leser,
Ihre Meinung zu RP Online ist uns wichtig. Anders als sonst bei uns üblich gibt es allerdings an dieser Stelle keine Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Zu unserer Berichterstattung über die Flüchtlingskrise haben wir zuletzt derart viele beleidigende und zum Teil aggressive Einsendungen bekommen, dass eine konstruktive Diskussion kaum noch möglich ist. Wir haben die Kommentar-Funktion bei diesen Themen daher vorübergehend abgeschaltet. Selbstverständlich können Sie uns trotzdem Ihre Meinung sagen – per Facebook oder per E-Mail.

(dpa)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.