Bäume umgestürzt, Straßen überschwemmt: Heftige Unwetter im Norden und Westen
zuletzt aktualisiert: 08.08.2008 - 15:24Bremen (RPO). Das Tief "Christine" bringt jetzt Regen und etwas Abkühlung nach Deutschland. Am Donnerstagabend allerdings erst unwetterartige Gewitter. Besonders betroffen ist Niedersachen. Bei Hannover war eine Bahnstrecke kurzfristig gesperrt. In Bielefeld stürzten mehrere Bäume um.
Unwetter mit Blitzschlägen, Sturmböen und heftigem Regen haben am Donnerstag den Norden Deutschlands heimgesucht. Besonders betroffen war Niedersachsen, wie die Polizei mitteilte. Über Rothenburg an der Wümme zog eine Windhose hinweg, entwurzelte zahlreiche Bäume und riss Äste ab. Ein Baum krachte auf einen Pkw. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Ein weiterer Baum stürzte auf das Gleisbett der Bahnstrecke Rothenburg-Bremen und traf einen Zug. Die Eisenbahnstrecke wurde gesperrt.
Bei Bremen musste nach Angaben der Feuerwehr die Bahnstrecke nach Hannover kurzfristig gesperrt werden, weil ein Fußgängertunnel voll Wasser gelaufen war und Passanten auf den Gleisen liefen.
Die Bremer Feuerwehr musste innerhalb von 45 Minuten zu 30 Einsätzen ausrücken. Keller liefen voll Wasser, Äste fielen auf Fahrbahnen. Auch in Hamburg gab es viele Einsätze der Rettungskräfte, Straßen standen unter Wasser, Äste lagen auf den Straßen, auf der Alster kenterten kleine Segelschiffe. Laut DWD sollen die Gewitter in der Nacht ostwärts abziehen. Dabei muss mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden. Auch einzelne Tornados konnten nicht ausgeschlossen werden.
Bei Verden riss der Sturm mehrere Bäume um. Der Regen setzte mehrere Straßen unter Wasser - unter anderem die Autobahn 27 bei Langwedel. Binnen kurzer Zeit gingen mehr als 100 Notrufe ein. Eine Sturmböe schleuderte einen Baum auf die Oberleitung der Bahnstrecke Bremen-Hannover. Der Baum fing Feuer, die Verbindung musste gesperrt werden. Im Bereich Ottersberg blockierten umgestürzte Bäume mehrere Straßen. Die Keller zahlreicher Häuser liefen voll. Mehrere Autos wurden beschädigt.
In Hannover entwurzelte ein kurzes aber heftiges Unwetter mehrere Bäume und deckte das Dach eines Hauses ab. Auch in Schleswig-Holstein tobten Gewitter. In Lübeck wurden mehre Bäume umgeworfen, einer fiel in eine Stromleitung. Eine Windböe deckte eine Bootshalle ab.
Zahlreiche Unwettereinsätze meldete auch die Polizei in Bielefeld, wo gegen 17 Uhr ein schweres Gewitter niederging. Der Sturm entwurzelte Bäume, Äste stürzten auf parkende Autos und Häuser. Zum Teil entstand erheblicher Sachschaden.
Angaben über die Höhe der Sachschäden lagen zunächst nicht vor.
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