Wahrzeichen ist einsturzgefährdet: Helgoland lässt Lange Anna für den Notfall vermessen
zuletzt aktualisiert: 15.07.2004 - 12:07Helgoland (rpo). Helgoland sorgt für den Notfall vor: Auf der deutschen Hochseeinsel ist der Sandsteinfelsen Lange Anna mit Lasertechnik vermessen worden. Der Grund: Das Wahrzeichen der Insel ist einsturzgefährdet.
Damit gibt es nun nach Angaben des Geomatik-Professors Thomas Kersten von der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaften die Chance, den 48 Meter hohen Felsenturm im Fall eines Einsturzes originalgetreu nachzubauen. Der Felsen wird von Regen und Sturm immer mehr angegriffen.
"Auf den Quadratmillimeter genau können wir sie dann wieder aufbauen", sagte Kersten am Donnerstag. Die Datenmenge lasse sich aber auch dazu nutzen, etwa detailgenaue Miniaturen von dem Felsen für Touristen zu bauen. In regelmäßigen Abständen will Kersten den Felsen erneut vermessen. "Aus den Erkenntnissen lässt sich der Zeitpunkt des Zusammenbruchs vorhersagen," beschreibt der Wissenschaftler einen weiteren Aspekt seiner Arbeit. "Dank unserer Wissenschaft hatte Anna ein zweites Leben".
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







