| 19.22 Uhr

Helgoland
Weitere tote Pottwale in der Nordsee gesichtet

Zahl der gestrandeten Pottwale auf 10 gestiegen
Helgoland. Jetzt sind auch vor Helgoland tote Pottwale gesichtet worden: Nachdem bereits am vergangenen Freitag auf Wangerooge zwei verendete Wale angeschwemmt wurden, trieben am Dienstag zwei Pottwale vor der Küste Helgolands.

Einer der Wale trieb zwischen Düne und Felsen, der andere etwas weiter nordöstlich der Insel, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Tönning mitteilte. Das Gewässerschutzschiff "Neuwerk" aus Cuxhaven brach zum Fundort auf. Die Besatzung sollte entscheiden, ob die Wale noch an Land geschleppt werden können oder anderweitig geborgen werden müssen.

Ob die vor Helgoland gefundenen Tiere zu den zwei am Freitag vor Wangerooge gefundenen Tieren gehören, konnte ein WSA-Sprecher Plötz nicht sagen. Auch über die Todesursache und den Verwesungszustand der Tiere vor Helgoland gab es zunächst keine Informationen.

Tote Pottwale vor Helgoland gesichtet FOTO: dpa, chc fdt

Die Bergung der auf Wangerooge angespülten Wale gestaltet sich schwierig. Da sich im Bauch der Kadaver gefährliche Gase sammeln, wollen Experten die Tiere nun vor Ort untersuchen. Ein Tierarzt soll am Mittwoch prüfen, wie stark die Wale bereits verwest sind und ob eine Gefahr von den Kadavern ausgeht. Naturschützer hatten die toten Pottwale am Freitag an der Ostspitze der ostfriesischen Insel entdeckt. Die Tiere waren am vergangenen Freitag angespült worden. Sie liegen auf einer Sandbank, die nur bei Niedrigwasser zu erreichen ist. Die verendeten männlichen Tiere vor Wangerooge sind 12,80 und 11,70 Meter lang. Nach Angaben der Polizei weisen sie lediglich geringe Verletzungen auf, die offenbar nicht zum Tod beigetragen haben.

(kl / dpa)
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