Angriff auf Rentner: Herrmann will Täter ausweisen
zuletzt aktualisiert: 23.12.2007 - 22:51Hamburg (RPO). Die beiden Jugendlichen, die einen Rentner am späten Donnerstagabend in einer Münchner U-Bahn brutal niedergeschlagen haben, müssen mit harten Sanktionen rechnen. "Wenn es rechtlich möglich ist, werden wir den türkischen Straftäter ausweisen", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann laut "Bild"-Zeitung. Herrmann weiter: "Bei dem anderen haben wir keine Handhabe, weil er EU-Bürger ist."
Ein 20-jähriger Türke und ein 17-jähriger Grieche hatten einen wehrlosen Rentner brutal zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt. Herrmann forderte die Anhebung der Höchststrafe für solche Gewaltverbrechen von zehn auf 15 Jahre.
Der Innenminister bemängelte zudem, dass die Justiz bei früheren Straftaten zu milde mit den beiden geständigen Tätern umgegangen sei. "Die beiden hätten längst hinter Schloss und Riegel gehört. Bloß weil es sich um Jugendliche handelt, können wir nicht so nachsichtig sein", sagte er. "Wir müssen die Bevölkerung vor solchen Gewalttätern schützen."
Auch die CDU-Innenexpertin Kristina Köhler sprach sich gegen ein hartes Vorgehen gegen jugendliche Gewalttäter aus. "Dieser erschütternde Fall belegt: Wir brauchen dringend Mittel und Wege, um jugendliche Intensivtäter aus dem Verkehr zu ziehen, bevor sie jemanden fast totschlagen", sagte sie.
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