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Hitler-Satire
Filmemacher wollen den Oscar für "Er ist wieder da"

Hitler-Satire "Er ist wieder da": Filmemacher wolllen den Oscar
"Er ist wieder da" ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestseller-Romans von Timur Vermes. FOTO: dpa, sab
München. Auseinandersetzungen mit der jüngeren deutschen Geschichte haben traditionell gute Chancen auf den Auslands-Oscar. Nun bewerben sich die Macher der Hitler-Satire "Er ist wieder da" um den wichtigsten Filmpreis der Welt.

Die Macher der Hitler-Satire "Er ist wieder da" wollen den Film ins Rennen um den Auslands-Oscar schicken. Der Streifen von Regisseur David Wnendt, der Adolf Hitler im Berlin von heute wieder auferstehen lässt, gehört zu insgesamt acht Bewerbern, die den begehrten Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film bei der Oscar-Verleihung im kommenden Jahr nach Deutschland holen wollen. Er basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Timur Vermes.

Fachjury soll deutschen Bewerber auswählen

Wie German Films, die Auslandsvertretung des Deutschen Films, am Mittwoch in München mitteilte, sind unter den Bewerbern außerdem der Kinderfilm "Auf Augenhöhe", die Filme "Toni Erdmann", "Nebel im August" und "Power to Change - Die Energierebellion", der beim Deutschen Filmpreis mit einer goldenen Lola ausgezeichnete Justizthriller "Der Staat gegen Fritz Bauer" sowie "Vor der Morgenröte" und "Das Tagebuch der Anne Frank". Eine unabhängige Fachjury soll nun einen der Filme auswählen; die Entscheidung will German Films am 25. August bekanntgeben.

Im vergangenen Jahr wurde der Film "Im Labyrinth des Schweigens" über die Frankfurter Auschwitz-Prozesse als deutscher Beitrag ins Oscar-Rennen; er ging aber leer aus und schaffte es auch nicht einmal unter die fünf Nominierten.

Nächste Oscarverleihung ist im Februar

Ob es dem neuen Bewerber anders ergeht, wird Ende Januar 2017 feststehen. Am 24. Januar sollen die Nominierten bekannt gegeben werden, eine Shortlist mit neun Bewerbern soll kurz vorher, am 17. Januar, veröffentlicht werden. Die Oscarverleihung findet am 26. Februar 2017 in Hollywood statt.

Jedes Jahr schlägt die Auslandsvertretung des deutschen Films einen Kandidaten vor, der für Deutschland ins Oscar-Rennen geht. Der letzte Film, der dann auch offiziell für den Auslands-Oscar nominiert wurde, war "Das weiße Band" von Michael Haneke bei der Oscar-Verleihung 2010.

Vier deutsche Filme haben schon einen Oscar erhalten

Bislang haben vier deutsche Filme den Oscar in der Kategorie Auslandsfilm gewonnen: Volker Schlöndorffs "Blechtrommel" (1979), István Szabós "Mephisto" (1981), Caroline Links "Nirgendwo in Afrika" (2003) und "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck (2007).

(lai/dpa)
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