Die Piusbruderschaft mischt sich ein: Homosexuelle Priester schuld am Missbrauch
zuletzt aktualisiert: 21.05.2010 - 20:26Hamburg (RPO). Homosexuelle sollten nach Meinung der traditionalistischen Piusbruderschaft vom Priesteramt ausgeschlossen sein, um sexuellen Missbrauch zu verhindern. Scharfe Kritik übt die Bruderschaft zudem am Ökumenischen Kirchentag in München.
Die Opfer im kirchlichen Missbrauchsskandal seien "nahezu ausschließlich Jungen im geschlechtsreifen Alter" gewesen, sagte der Generalobere der Bruderschaft, Bischof Bernard Fellay, dem Magazin "Der Spiegel".
Das zeige deutlich, dass nicht der vieldiskutierte Zölibat das Problem der Kirche sei, sondern die Homosexualität. "Will man Missbrauch verhindern, muss man Homosexuelle vom Priestertum fernhalten", so Fellay.
Der Traditionalistenbischof, dessen Bruderschaft derzeit mit dem Vatikan über die vollständige Anerkennung durch die katholische Kirche verhandelt, distanzierte sich zudem mit scharfen Worten vom Ökumenischen Kirchentag in der vergangenen Woche in München.
Das Christentreffen sei eine "Anti-Ratzinger-Veranstaltung" gewesen und zeige, dass das "geistige Fundament der deutschen Amtskirche" nicht mehr trage. "Sich dem Mainstream anzubiedern mag kurzfristig Applaus bringen", so Fellay, zerstöre aber die Botschaft des Evangeliums.
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