| 16.25 Uhr

Unfall bei Schädlingsbekämpfung in Dorsten
Hubschrauber sprüht Insektengift auf Grundschule

Das ist der Eichenprozessionsspinner
Das ist der Eichenprozessionsspinner FOTO: ddp
Recklinghausen/Dorsten. Bei einem Hubschrauber-Einsatz im Kampf gegen Eichenprozessionsspinner sind am Freitag in Dorsten mindestens 200 Kinder mit Gift besprüht worden. Nach Angabe eines Polizeisprechers mussten 15 Schüler einer Grundschule behandelt werden.

Sie litten unter Augen- und Hautreizungen. Alle betroffenen Schüler, die sich bei dem Hubschrauber-Einsatz auf dem Schulhof aufhielten, wurden in der Sporthalle der Schule betreut und mussten abgeduscht werden.

Nach Aussage der Polizei in Recklinghausen ist das Spritzmittel für Menschen unschädlich. Reizungen der Haut könnten aber nicht ausgeschlossen werden. Die Stadt hatte zwar über die Aktion im Kampf gegen die Eichenprozessionsspinner-Raupen informiert und die Bevölkerung aufgefordert, bei den Hubschrauber-Einsätzen nicht ins Freie zu gehen.

Nach Informationen aus Stadtkreisen wurde der Hubschrauberflug allerdings wegen des Wetters von Donnerstag auf Freitag verlegt. Auf der Internetseite der Stadt war der Einsatz für Donnerstag, 23. Mai, zwischen 7.30 und 13.30 Uhr angekündigt.

Die Stadt Dorsten war am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Polizei in Recklinghausen hat Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe der Verdacht auf fahrlässige gefährliche Körperverletzung, sagte ein Sprecher. Ob die Reizungen bei den Schülern durch das Insektengift oder durch vom Hubschrauber aufgewirbelte Härchen der Spinnerraupe stammten, konnte die Polizei am Freitag noch nicht sagen.

(lnw/jco/nbe)
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