Neue NRW-Unwetter kommen am Donnerstag: "Im Moment retten uns die Wolken"
VON ANDRE SCHALL - zuletzt aktualisiert: 22.07.2009 - 11:46Düsseldorf (RPO). Nordrhein-Westfalen hat eine Nacht mit starken Unwettern und Schauern hinter sich. Keller standen unter Wasser, Blitzeinschläge und Hagel richteten Schäden an. Ein Ende ist nicht abzusehen. "Im Verlauf des Donnerstags wird es erneut zu starken Gewittern und Regenfällen kommen", sagt Cornelia Urban vom Deutschen Wetterdienst in Essen auf Anfrage unserer Redaktion.
Die Meteorologin vom Dienst erklärt, dass speziell die Wetterkapriolen in der Niederrhein-Region am Abend und in der Nacht "extrem" gewesen seien. "Die Luft war sehr labil, es kamen Prozesse bis in die hohe Atmosphäre in Gang, die zu massiven Gewitterwolken führten", sagt sie. Speziell der "hohe Anteil an Wasserdampf in der Luft" habe die Bildung der so genannten Gewitterzellen begünstigt.
Für den heutigen Mittwoch hat Urban die Hoffnung, dass sich die Lage entspannt. "Im Moment retten uns sozusagen die Wolken", sagt die Wetter-Expertin. "Die sorgen dafür, dass die Sonnenstrahlen nicht durchkommen und die Temperatur bei rund 22 Grad stagniert. Sollte sich das jedoch ändern und die Werte wie gestern auf 30 Grad klettern, besteht auch noch heute Gewitter-Potential."
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Der Donnerstag bringe dann aber mit Sicherheit neue schwere Unwetter und starke Regenfälle mit sich. Verhältnisse wie am Dienstag seien "nicht auszuschließen". Berichte über Tornados am Dienstagabend konnte Urban nicht direkt bestätigen. "Ich habe diese Meldungen gesehen, wir müssen das einfach mal glauben." Die Wahrscheinlichkeit auf Tornados auch in den kommenden Tagen schätzt die Meteorologin aber als "nicht sonderlich hoch ein".
Bis zum Sonntag könne es laut der DWD-Expertin immer wieder zu Unwettern kommen, erst dann stabilisiere sich laut Urban dank eines Hochdruckeinflusses die Witterung. Das schlechte Wetter lässt uns allerdings nicht los: Schon ab Dienstag soll es Urban zufolge zu weiteren Gewittern kommen.
Die "subtropischen Luftmassen" seien laut Urban für das ständige Auf und Ab verantwortlich. Abstände zwischen kühlen und schwülen Phasen sind nicht so groß wie sonst, betrügen momentan manchmal sogar "nur ein oder zwei Tage".
Alles zu den Folgen des großen Unwetters in der Region lesen Sie hier. Eine große regionale Bilanz der Gewitter haben wir zudem hier zusammengetragen.
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