Zweigeteiltes Deutschlandwetter: Im Norden Schnee - im Süden Regen
zuletzt aktualisiert: 29.12.2009 - 15:09Frankfurt/Main (RPO). In den kommenden Tagen treffen milde auf kalte Polarluftmassen - der Norden Deutschlands kann mit Schnee rechnen. Im Süden werden mildere Temperaturen erwartet. Gefrierender Regen und Reifglätte haben die Straßen in weiten Teilen Deutschlands in Rutschbahnen verwandelt und zu zahlreichen Unfällen geführt.
Der Norden wird weiß
Milde und kalte Polarluftmassen terffen aufeinander: Das norddeutsche Tiefland soll winterlich weiß werden. Die geschlossene Schneedecke kann an Neujahr vielerorts schon 10 bis 20 Zentimeter hoch sein, wie der DWD erklärte. Der östliche Wind wird stärker und bringt zum Wochenende Schneeverwehungen.
In der südlichen Hälfte werden milde Temperaturen von 5 bis 10 Grad und teils kräftige Regenfälle erwartet. Besonders im Schwarzwald und im Allgäu muss man mit ergiebigem Regen rechnen. Tauwetter erreicht laut DWD Höhen bis 2.000 Meter. Die Schneeschmelze kann die Flüsse in Süddeutschland überschwemmen.
Silvesterraketen fliegen in der Nacht zum 1. Januar im Norden in einen Himmel aus Schneeflocken, in der Südhälfte in Regenschauer. Am Neujahrstag bleibt es bedeckt. Meist nur leichte Schneefälle weiten sich von Norden her auch in die mittleren Teile Deutschlands aus. Im Süden regnet es noch gelegentlich. Die Temperatur erreicht Werte zwischen minus 2 Grad im Norden und plus 5 im Süden.
Frost mit minus 15 Grad möglich
Zum Wochenende kommt ein Kälteeinbruch: Die eisige Luft aus Russland und vom Balkan überzieht zum Samstag weite Teile des Bundesgebiets und führt zu einem Temperaturrutsch von 10 bis 15 Grad. Nachts kann es Frost von minus 15 Grad geben.
Am Sonntag und Montag herrscht Frost, und die Sonne kann längere Zeit zum Vorschein kommen. Nächste Woche soll es winterlich bleiben, gelegentlich fällt Schnee. In den Nächten zunächst teilweise strenger Nachtfrost möglich, zum Ende der Woche sagen die Meteorologen aber wieder zunehmende Milderung voraus.
Unfälle in NRW
Im Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) kam ein 30-jähriger Autofahrer aus Erkelenz ums Leben. Er war nach Polizeiangaben in der Nacht zum Dienstag ins Schleudern geraten und gegen mehrere Bäume geprallt. Auch an den nächsten Tagen ist laut Deutschem Wetterdienst mit Glatteis zu rechnen. Zusätzlich droht Hochwasser durch das derzeitige Tauwetter.
Von gefrierendem Regen betroffen waren Bayern, Baden-Württemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen sowie ein Teil Nordrhein-Westfalens, wie der DWD mitteilte. Aber auch Frost allein reichte, damit sich auf angetauten Straßen Glätte bildete.
Mehrere Autofahrer hatten Glück im Unglück und überstanden einen Unfall leicht verletzt - wie eine 47-jährige Autofahrerin, die am Dienstagmorgen in Euskirchen gegen einen Baum rutschte, oder ein 52-jähriger Autofahrer, der in Heinsberg-Randerath gegen eine Hauswand schleuderte.
Auf der Autobahn 4 bei Reichshof durchbrach ein 53-jähriger Kölner mit seinem Auto einen Wildschutzzaun und kam auf dem Feld zum Stillstand. Der Wagen ging in Flammen auf. Der leicht verletzte Fahrer konnte sich retten. Er musste sich einem Alkoholtest unterziehen.
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