Problembär derzeit in Tirol: In Bayern läuft für "Bruno" die letzte Frist
zuletzt aktualisiert: 22.06.2006 - 12:14München (rpo). Für Problembär "Bruno" wird es langsam ernst: Beim nächsten Fangversuch soll das Tier entweder eingefangen oder getötet werden. Dies teilte ein Sprecher des bayerischen Umweltministeriums mit. Für den Bären besteht derzeit aber keine Gefahr. "Bruno" befindet sich nämlich gar nicht mehr Freistaat.
"Der nächste Stellversuch ist entscheidend." Die finnischen Bärenjäger versuchten primär weiter, "Bruno" so einzukreisen, dass er betäubt werden kann. Gelinge dies nicht, dürften sie ihn abschießen. Weil der Bär keine Scheu mehr vor Menschen habe, sei das Sicherheitsrisiko zu groß.
Unterdessen wurde der Bär im Tiroler Bezirk Kufstein gesehen, wie es aus dem Tiroler Landhaus gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA hieß. Um 8.10 Uhr sei er auf eine Entfernung von 30 Metern im Raum des Berges Pendling gesichtet worden. "Momentan wandert das Tier wieder zurück nach Brandenberg, wo er sich schon gestern herumgetrieben hat", wurde erklärt. Die Bärenjäger hefteten sich an seine Fersen.
Das finnische Expertenteam versucht seit knapp zwei Wochen, den zwischen Bayern und Tirol streunenden Bären zu fangen. Bruno entwischte mehrmals nur knapp, zuletzt am Mittwoch unweit des Tiroler Achensees. Vier der sechs Finnen reisen am (morgigen) Freitag zurück nach Finnland. Die Jäger hätten für den Einsatz extra Urlaub genommen und müssten jetzt zurück an ihre Arbeitsstellen, sagte der Ministeriumssprecher. Zwei Mitglieder des Teams blieben mit drei Hunden noch bis Montagabend.
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