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+++ Ticker zum Stadtarchiv +++: Informationen zu vermisster Person

zuletzt aktualisiert: 04.03.2009 - 16:35

Köln (RPO). Die Bergungsarbeiten in den Trümmern des Kölner Stadtarchivs verzögern sich. Die Chance, unter den Trümmern Überlebende zu finden, geht nach Einschätzung der Feuerwehr gegen Null. Einem Medienbericht nach hat die Stadt das Gebäude möglicherweise nicht ausreichend versichert. Die genaue Ursache der Katastrophe bleibt unklar. Wir halten Sie in unserem Ticker auf dem Laufenden.

Wo früher das Stadtarchiv stand, liegt jetzt nur noch ein riesiger Trümmerhaufen.  Foto: ddp, ddp
Wo früher das Stadtarchiv stand, liegt jetzt nur noch ein riesiger Trümmerhaufen. Foto: ddp, ddp

+++ 17.10 Uhr: Informationen zu vermisster Person Wie der "Kölner Express" meldet, soll einer der Vermissten ein 23 Jahre alter Mann sein. Der Mann soll sich während des Einsturzes des Archivs in seiner Wohnung im Nachbargebäude aufgehalten haben, berichten Freunde. Sein Handy ist gegenwärtig aus. polizei und feuerwehr vermuten ihn unter den Trümmern.

+++ 16.25 Uhr: Zweifel am Versicherungsschutz Die Stadt Köln hat Historische Stadtarchiv möglicherweise nicht umfassend versichert. Sie habe auf eine Elementarversicherung verzichtet, sagte ein Provinzial-Sprecher am Mittwoch der Onlineausgabe der "Süddeutschen Zeitung". Die Schäden, die der Einsturz des Stadtarchivs am Gebäude verursacht habe, sowie das verschüttete Archivmaterial seien durch den Versicherungsschutz nicht gedeckt.

Info
Die Stadt Köln hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Das Telefon ist ab sofort rund um die Uhr besetzt. Die Nummer lautet 0700 - 0221 1111.

"Die Stadt Köln hat das Stadtarchiv nur gegen Feuer, Sturm und Explosion versichert - dabei ging es natürlich auch um die Höhe der Prämie", sagte der Sprecher. Eine endgültige Entscheidung sei zwar noch zu früh. "Aber es sieht derzeit so aus, als müsste die Versicherung nicht zahlen", sagte er.

Durch den Einsturz des historischen Stadtarchivs am Dienstag ist ein Schaden entstanden, der mehrere Hundert Millionen Euro beträgt. Allein den Wert des größten kommunalen Archivs Deutschlands schätzt Kulturdezernent Georg Quander auf 400 Millionen Euro.

+++ 15.40 Uhr: Nach dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs in Köln will die Stadt Düsseldorf ihre Pläne zum laufenden Bau einer neuen Stadtbahnlinie auf ihre Sicherheit hin überprüfen. Dabei gehe es darum, alle Bedenken zu zerstreuen, sagte ein Sprecher des Amtes für Kommunikation der Stadt Düsseldorf am Mittwoch.

+++ 14.38 Uhr: Rettungsaktion läuft an Die Bergung der wertvollen Originaldokumente läuft. Die Talsohle der Unglückstelle kann von der Rhein-Seite aus ohne Lebensgefahr betreteten werden. 20 Archivare und Restauratoren bringen Urkunden und andere Archivalien in Sicherheit, teilte der nordrhein-westfälische Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (CDU) mit.

+++ 13.30 Uhr: Kölner Bürger schließen sich zusammen, um bei der Rettung der archivarischen Bestände zu helfen. "Wir retten unser Stadtarchiv", lautet der Aufruf. Im Internet können sich Freiwillige unter gleichlautender Adresse anmelden. Die Organisatoren raten dringend davon ab, auf eigene Faust zur Unglückstelle zu gehen. Das behindere nur die laufenden Bergungsarbeiten.

+++ 12.12 Uhr: Hoffnung auf Rettung von Dokumenten Experten für Buchrestauration hoffen viele der verschütteten Dokumente retten zu können. Der Geschäftsführer des Zentrums für Bucherhaltung (ZFB) in Leipzig, Manfred Anders, schloss auf ddp-Anfrage nicht aus, dass sich die Schäden an dem Schriftgut in Grenzen halten könnten, falls das Material nicht nass werde. "Die größte Gefahr für das Archivmaterial stellt Feuchtigkeit dar", sagte Anders.

+++ 12 Uhr: Zwei Männer vermisst Eine Sprecherin der Kölner Polizei sagt, die Ermittler suchten derzeit unter Hochdruck nach zwei Vermissten. Es handle sich um zwei männliche Bewohner aus dem Dachgeschoss des linken Nachbarhauses. Die namentlich bekannten Vermissten lebten in einzelnen Wohnungen. Derzeit laufe die Suche im Freundes- und Bekanntenkreis der beiden Männer.

+++ 11.50 Uhr: Keine Hoffnung auf Überlebende Auf Nachfragen stellt Feuerwehr-Chef Stephan Neuhoff klar, dass die Chance noch Überlebende in den Tümmern zu finden, gegen Null gehe. Erst morgen Abend sei mit einem Ende der Abrissarbeiten zu rechnen, anschließend erst kann der Trümmerhaufen abgearbeitet werden. Schweres Gerät sei dabei nicht einsetzbar.

+++ 11.45 Uhr: Stadtdezernent weist Vorwürfe zurück Der Kulturdezernent weist Vorwürfe gegen die Stadt Köln als unbegründet zurück. Alle Risse und Schäden seien von der Archivleitung dokumentiert und gemeldet worden. Externe Gutachter hätten noch Anfang Januar bescheinigt, dass das Gebäude nicht einsturzgefährdet gewesen sei. Dabei sei es jedoch um die innere Stabilität gegangen. Das Gebäude sei ja auch nicht in sich zusammengebrochen. Stattdessen habe sich der Erdkrater darunter gebildet. Die Ursache für die Katastrophe liege demnach nicht im Gebäude begründet.

+++ 11.40 Uhr: Schaden von 400 Millionen Euro Professor Quander, Kulturdezernent der Stadt Köln erläutert das Ausmaß des möglichen Verlusts. Auch hier sei die Lage ganz schwer zu beurteilen. Es handle sich um einen einzigartigen Dokumentenbestand, der 1000 Jahre der regionalen Geschichte auf 30 Regalkilometern dokumentierte. Der Versicherungswert betrage 400 Millionen Euro, doch stehe der finanzielle Verlust in keinem Verhältnis zum geistigen Verlust. Viele Dokumente seien gar nicht zu rekonstruieren.

Quander hofft, dass der Teil der Dokumente,der auf dem gesicherten Teil der Straße verschüttet ist, gerettet werden kann und erwähnt auch die Wetterschutzplane. Der Teil, der in den Krater gefallen ist, sei jedoch akut gefährdet. Vor allem der Wassereinbruch bereitet ihm Sorgen. Wasser sei der größte Schädling. Im schlimmsten Fall sei der Schaden größer als beim Brand der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar.

+++ 11.35 Uhr: KVB will weiterbauen Jürgen Fenske von den Kölner Verkehrsbetrieben spricht. "Was passiert ist, wissen wir. Aber wir wissen nicht, warum", sagt er. Es bleibt unerklärt, warum es unterhalb des Gebäudes zu Bodenverschiebungen und dem Einbruch von Wasser gekommen ist. Die letzte Begutachtung durch einen unabhängigen Experten habe im Dezember stattgefunden. Der Befund: unbedenklich. Man arbeite nun mit Hochdruck daran, die Ursachen aufzuklären. Die KVB will den U-Bahnbau in der Stadt nicht unterbrechen.

+++ 11.30 Uhr: OB Schramma fordert lückenlose Aufklärung OB Fritz Schramma spricht. Er wurde im Urlaub von der Unglücksnachricht überrascht. Er selbst will zuvor keine Warnungen vor einer möglichen Gefährung des Gebietes bekommen haben. Er dankt ausdrücklich allen Helfern und unterstreicht, dass er den U-Bahn-Bau in Köln kritisch prüfen will. Es gelte nun, den Kölner Bürgern die Angst zu nehmen. Schramma fordert eine lückenlose Aufklärung.

+++ 11.20 Uhr: Hilfe für Betroffene Die Stadt hat eine Anlaufstelle für Betroffene und ein Bürgertelefon eingerichtet, sagt ein Sprecher. Die Stadt verpricht, schnell und unbürokratisch zu helfen.

+++ 11.17 Uhr: Wetterschutzplane Ein Haus an der Severinstraße soll so bald wie möglich komplett abgerissen werden. Im Laufe des Vormittags wird außerdem über einen Teil des Schuttberges eine Schutzfolie angebracht, um die Dokumente vor Regen zu schützen. Insgesamt sieben Personen mussten in städtische Unterkünfte untergebracht werden.

+++ 11.15 Uhr: 300 Tonnen Beton sind inzwischen in den Hohlraum unterhalb des Trümmerfeldes eingepumpt worden. Das Material muss erst trocknen, bevor weiteres Füllmaterial folgen kann. Feuerwehrchef Neuhoff rechnet damit, dass die nächsten Schichten im Laufe des Tages folgen. Demnach wird es noch Stunden dauern, bis der Hohlraum verfüllt ist.

+++ 11.10 Uhr: Spezialbagger rückt an Zwei Personen werden vermisst. Die Lage ist äußerst kompliziert. Oberhalb des Trümmerfeldes hängen noch Dachteile des Nachbarhauses. Ein Nebengebäude droht, in die Grube zu fallen. Die Feuerwehr versucht, eine tragfähige Rampe zu bauen, um mit der Abtragung der Dächer zu beginnen. Ein Spezialbagger wird im Laufe des Vormittags an der Severinstraße erwartet. Im Boden tut sich dort, wo früher das Stadtarchiv stand, ein zwölf Meter tiefer Krater auf, heißt es auf der PK.

+++ 11.06 Uhr: Feuerwehr informiert Die Kölner Feuerwehr informiert auf einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand. Feuerwehrchef Neuhoff spricht. Neben ihm sitzt Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma. Wir berichten aktuell.

+++ 11.00 Uhr: Der Staatsanwalt ermittelt Die Kölner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Justizsprecher Günther Feld sagte der Nachrichtenagentur AP, ermittelt werde wegen Baugefährdung und fahrlässiger Körperverletzung. Nach Paragraf 319 des Strafgesetzbuches kann, wer bei der Planung, Leitung oder Ausführung eines Baus gegen die allgemeinen Regeln der Technik verstößt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen gefährdet, mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden. Fahrlässige Körperverletzung kann mit Haftstrafen bis zu drei Jahren geahndet werden. In beiden Fällen sind aber auch Geldstrafen möglich.

+++ 10.34 Uhr: Helfer retten Dokumente Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) haben über die Rückseite des eingestürzten Gebäudes erste Bestände des Archivs geborgen. Die wertvollen Dokumente sind vermutlich unwiederbringbar verloren. Sie waren offenbar im Keller untergebracht. Das Gebäude ist offiziellen Angaben nach 30 Meter in die Tiefe gerutscht.

+++ 10.34 Uhr: Restauratoren bieten Hilfe an Die Restauratoren des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) rüsten sich für die Rettung des Materials. Entsprechende Gespräche liefen derzeit zwischen der Stadt Köln und dem Verband, sagte eine LVR-Sprecherin am Mittwoch auf ddp-Anfrage in Köln.

+++ 9.57 Uhr: Schramma stellt U-Bahn-Bau in Frage Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) sagte an der Unglücksstelle: "Ich frage mich, wie so etwas passieren kann." Ein Zusammenhang des Unglücks mit der nahen Baustelle sei zu vermuten - nun müsse entschieden werden, ob U-Bahn-Bau in dicht bevölkerten Städten überhaupt noch möglich sei.

+++ 9.15 Uhr: Kölns OB Schramma kommt. Kölns Oberbürgermeister hat seinen Urlaub abgebrochen und ist in der Nacht nach Köln zurückgekehrt. jetzt informiert er sich über die Arbeiten an der Unglücksstelle. Die Sorge gelte vor allem möglichen Verschütteten, sagte Schramma, der seinen Urlaub in Österreich abgebrochen hat, am Morgen im ARD-"Morgenmagazin". Es gebe zwar bisher keine Menschenleben zu beklagen. Jedoch würden noch zwei bis drei Personen vermisst.

+++ 7.17 Uhr: Zugang über die Rückseite frei Die Bergungsarbeiten seien "sehr kompliziert und äußerst mühsam", sagte der Feuerwehrsprecher. Die Rettungskräfte bahnten sich demnach in der Nacht einen Weg über die Rückseite des Geländes zu der Unglücksstelle. Dadurch sei der Weg frei in einen der Keller des Archivs, aus dem nun Akten geborgen werden könnten. Dazu seien mehrere Garagen abgerissen und eine künstliche Rampe errichtet worden. Laut Feuerwehr müssen Räumfahrzeuge und ein Kran auf das Gelände fahren, um die Dachreste der Nebengebäude abzutragen, die auf die Trümmer zu stürzen drohen.

+++ 1.17 Uhr: Unklare Zahl an Vermissten Am Mittwochmorgen nach dem Einsturz des Stadtarchivs werden immer noch zwei bis fünf Personen vermisst. Genaue Zahlen gibt es nicht, weil sich Augenzeugenberichte widersprechen. Die Rettungshunde hätten einige Male angeschlagen, das müsse aber nichts bedeuten, sagte der Sprecher. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig, weil das Gebiet teilweise einsturzgefährdet war.

+++ 0.38 Uhr: Köln wehrt sich gegen Vorwürfe Die Kölner Behörden haben Vorwürfe über mögliche Versäumnisse im Zusammenhang mit dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs zurückgewiesen. Die Senkungsrisse seien von mehreren Sachverständigen als unbedenklich eingestuft worden, bekräftigte Stadtsprecher Gregor Timmer am Dienstagabend. "Nach derzeitigem Kenntnisstand sind die Risse nicht die Ursache für den Einsturz." Der langjährige Abteilungsleiter des Archivs, Eberhard Illner, hatte das Unglück wegen der Risse im Mauerwerk des Gebäudes zuvor als "absehbare Katastrophe" bezeichnet.

+++ 19.42 Uhr: Beton in den Hohlraum Nach dem Einsturz des vierstöckigen Gebäudes des Kölner Stadtarchivs und der beiden Nachbarhäuser soll die Unglücksstelle mit 1000 Kubikmeter Beton stabilisiert werden. Die Arbeiten sollten die ganze Nacht über sowie auch am Mittwoch andauern, sagte Feuerwehrdirektor Stephan Neuhoff am Dienstagabend. Erst nach der statischen Stabilisierung der Unglücksstelle könnten die Bergungsarbeiten fortgesetzt werden.

+++ 19.31 Uhr: Lienekämper will Klarheit Der neue nordrhein-westfälische Bau- und Verkehrsminister Lutz Lienenkämper hat vor voreiligen Schlussfolgerungen über die Ursachen für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs gewarnt. "Ich bin entsetzt darüber, dass offenbar 1000 Jahre Kulturgeschichte unter den Trümmern liegen", sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. Nun gelte es, die Hintergründe des Unglücks aufzuklären. "Bevor wir über Konsequenzen reden, müssen wir wissen, was die Ursache für das Unglück ist", so Lienenkämper.

+++ 18.55 Uhr: Meisner entsetzt Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat "mit großer Betroffenheit" auf das Stadtarchiv-Unglück in Köln reagiert. "Den Verletzten und Opfern, ihren Angehörigen und Familien gilt mein herzliches Mitgefühl", sagte er am Dienstagabend am Rande der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Hamburg. "Zusammen mit den Mitbrüdern im bischöflichen Amt, die hier versammelt sind, beten wir für alle Betroffenen und um baldige Genesung für die Verletzten."

+++ 18.45 Uhr: Großer historischer Verlust Historiker bewerten den Einsturz des Kölner Stadtarchivs als "große Katastrophe". Der Verlust des größten kommunalen Archivs nördlich der Alpen sei nach erster Einschätzung schlimmer als der Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek 2004 in Weimar, sagte Historiker Joachim Oepen vom Kölner Diözesanarchiv am Dienstag in Köln. Während es von den wertvollen Büchern in Weimar Zweitausgaben gegeben habe, seien in Köln unzählige Originale unrettbar verloren gegangen.

+++ 18.40 Uhr: Adenauer sorgt sich um Köln-Image Der Kölner Notar Konrad Adenauer, ältester Enkel des ersten Bundeskanzlers, befürchtet, dass beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs zahlreiche Archivalien seines Großvaters zerstört worden sein könnten. Adenauer sagte "Welt Online": "Im Stadtarchiv lagen die gesammelten Unterlagen meines Großvaters, der ja von 1917 bis 1933 - und dann noch kurz nach dem Kriege - Oberbürgermeister dieser Stadt war, die er immer sehr geliebt hat." Adenauer betonte: "Das Schlimmste ist natürlich, dass man nicht weiß, wie viele Tote es zu beklagen gibt."

+++ 18.27 Uhr: KVB wehrt sich Der Projektleiter der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) bezeichnete einen Zusammenhang zwischen dem Bau der umstrittenen Nord-Süd-Stadtbahn und dem Einsturz vorerst als Spekulation. Vor etwa zwei Jahren war die mächtige Tunnelröhre unter dem Archiv getrieben worden, damals hatten sich die Mauern des Gebäudes geringfügig verschoben, auch hatten sich Risse gebildet. Unbedenklich, wie Statiker damals meinten. In den Tagen vor dem Unfall seien an der Baustelle lediglich unbedeutende Schachtarbeiten an der U-Bahn-Trasse vorgenommen worden.

+++ 17.33 Uhr: Schwere Vorwürfe gegen Verkehrsbetriebe Nach dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs in Köln hat der langjährige Abteilungsleiter Eberhard Illner schwere Vorwürfe erhoben. Der Einsturz des Gebäudes sei eine absehbare Katastrophe gewesen, sagte Illner am Dienstag im "Deutschlandradio Kultur". Es habe vorher klare Warnungen gegeben. Er selbst habe im Sommer vergangenen Jahres Senkungsrisse im Keller des Gebäudes festgestellt und dies auch an die Archivleitung weitergegeben.

+++ 15.48 Uhr: Ursache unklar Ob das Unglück im Zusammenhang mit der laufenden Erweiterung der U-Bahn in dieser Gegend stehen könnte, war nach Angaben von Polizei und Feuerwehr unklar. Die unterirdische Baustelle sei aber ebenfalls von dem Einsturz betroffen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Gebäudeteile seien in die Baugrube gefallen.

+++ 15.46 Uhr: Wie nach einem Erdbeben Polizeisprecher Wolfgang Baldes sagte: "Am Unglückshaus sieht es aus wie nach einem Erdbeben." Die Trümmer bedeckten nach seinen Worten eine Strecke von 50 bis 70 Metern.

+++ 14.25 Uhr: Kölner Stadtarchiv eingestürzt In Köln ist am Dienstagmittag das Historische Stadtarchiv im Severinsviertel eingestürzt. Für Polizei und Feuerwehr wurde Großalarm ausgelöst. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers ist jeder verfügbare Rettungswagen im Einsatz. Er geht von mehreren Verschütteten aus.

Alle Berichte zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs


 
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