Angekündigter "Friedensschluss": Innenminister Bruch für Verbot von Rockern
zuletzt aktualisiert: 26.05.2010 - 07:48Hannover (RPO). Rockerbanden wie Hells Angels oder Bandidos sollten nach den Ansicht des rheinland-pfälzischen Innenministers Karl Peter Bruch (SPD) verboten werden.
Vor dem angekündigten "Friedensgipfel" der beiden verfeindeten Rockergruppen am Mittwoch in Hannover sagte Bruch der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", er befürworte ein Verbot. Zur Bedingung machte der SPD-Innenminister, dieses müsse bundesweit umgesetzt werden: Dann würden die Strukturen der straff organisierten Rockergruppen zerschlagen.
Selbst wenn der angekündigte Frieden der Rockerclubs halten sollte, sei dies für ihn als Innenminister keine beruhigende Botschaft, "vielleicht sogar das Gegenteil", betonte Bruch.
Polizei und Staatsanwaltschaft sollten den Fahndungsdruck im Rotlichtmillieu, beim Menschen- und Drogenhandel erhöhen. Das vereinsrechtliche Verbot sei lediglich eine zusätzliche Überlegung zu den polizeilichen Mitteln.
Die verfeindeten Rockerbanden Hells Angels und Bandidos hatten an Pfingsten nach jahrelangem blutigen Streit "einen Weg zu einer künftigen Koexistenz" gefunden, wie die Bandidos auf ihrer Internetseite mitteilten. Für Mittwochnachmittag haben die beiden Gruppen eine gemeinsame Pressekonferenz angekündigt.
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