Test: Jede vierte Butter ist mangelhaft
VON ULRIKE WINTER - zuletzt aktualisiert: 26.09.2008 - 07:05Düsseldorf (RP). Deutsche Butter ist nicht so gut, wie sie sein sollte: Weder Prädikate wie „Deutsche Markenbutter“, „Bio“ noch ein hoher Preis garantieren einwandfreie Qualität, wie die Stiftung Warentest meldete.
Die Lebensmittelexperten bewerteten acht von 35 überprüften Produkten jetzt mit „mangelhaft“, fünf von ihnen trugen das Label „Deutsche Markenbutter“, vier wurden als „Biobutter“ verkauft.
Grund für das schlechte Urteil: Die Tester fanden eine zu hohe Anzahl so genannter coliformer Keime in den Buttersorten. Diese Keime seien zwar nicht unbedingt gesundheitsschädlich, so Birgit Rehlender, Projektleiterin für Lebensmitteluntersuchung bei der Stiftung Warentest. „Sie weisen aber auf mangelnde Hygiene bei der Herstellung hin.“ Betroffen waren die Produkte Milsani und Milfina von Aldi Nord beziehungsweise Aldi Süd, die irische Marke Greenfields sowie Alpa, die der Discounter Plus verkauft.
Auch vier Bioprodukte bekamen von den Testern nicht mehr als ein „mangelhaft“: Andechser Natur von Bioland, Bio Wertkost von Edeka und die Bio-Butter von Rewe. Bei diesen Fabrikaten fanden die Tester zu wenige der nützlichen Milchsäurebakterien. Auch die Süßrahmbutter von Schrozberg, die Demeter im Sortiment hat, ist demnach nur von „mangelhafter“ Qualität – obwohl sie mit einem Preis von 2,70 Euro für ein 250-Gramm-Stück die teuerste im Test war.
Auf Butter grundsätzlich zu verzichten, sei nicht empfehlenswert, so Rehlender. Als Alternative – zumindest beim Braten – rät sie zu Butterschmalz oder Rapsöl mit Butteraroma.
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