| 20.10 Uhr

Gedenkgottesdienst im Kölner Dom
"Kardinal Meisner starb mit dem Gebetbuch in der Hand"

Kardinal Meisner ist tot
Köln. Kardinal Joachim Meisner ist mit dem Brevier in der Hand gestorben, einem Buch mit einer Sammlung von Gebeten. Für den heutigen Mittwochabend ist ein Gedenkgottesdienst im Kölner Dom geplant.

Ein Freund habe ihn am frühen Mittwochmorgen in seinem niederbayerischen Urlaubsort Bad Füssing zum Gottesdienst abholen wollen, berichtete Kardinal Rainer Maria Woelki bei domradio.de. Der Freund habe Meisner "ganz friedlich" sitzend vorgefunden. Der Kardinal habe das Brevier mit den für Priestern vorgeschriebenen Gebeten in den Händen gehalten. "Er muss darüber eingeschlafen sein", so Woelki.

Kardinal Joachim Meisner mit 83 Jahren gestorben FOTO: dpa, obe fpt tba

Er erinnerte daran, dass Meisner den Tod nur als "Hinübergang von der einen in die andere Hand Gottes" verstanden habe. Der verstorbene Kardinal habe den Tod lediglich als Durchschreiten einer Tür in die andere Wirklichkeit des Lebens gesehen, so Woelki: "Jetzt hat er einfach sein Leben vollendet."

Für den verstorbenen Kardinal Meisner feierte Woelki am Mittwochabend einen Gedenkgottesdienst im Kölner Dom. Die Messe wurde auch im Kölner domradio live übertragen. Auch im Mittagsgebet um 12 Uhr mit Domdechant Robert Kleine wurde Meisners gedacht.

Überblick: Reaktionen auf den Tod von Kardinal Meisner

Meisner soll am 15. Juli in der Bischofsgruft des Kölner Doms bestattet werden. Zuvor finde im Dom die Begräbnisfeier statt, teilte sein Nachfolger als Kölner Erzbischof, Rainer Maria Woelki, am Mittwochabend mit. Von diesem Freitag (7.Juli) an bis zum Montag (10. Juli) wird Meisner in der romanischen Basilika St. Gereon in Köln aufgebahrt. 

Die Katholische Nachrichten-Agentur dokumentiert einige wichtige Daten aus dem Leben des langjährigen Kölner Erzbischofs: 

  • 25. Dezember 1933: Geburt in Breslau als zweiter von vier Brüdern in die Familie eines Einzelhändlers. Der Vater kommt im Krieg um.
  • 1945: Flucht nach Körner in Thüringen
  • 22. Dezember 1962: Priesterweihe in Erfurt
  • 17. Mai 1975: Bischofsweihe in Erfurt. In der Folge Weihbischof von Erfurt/Meinigen
  • 17. Mai 1980: Einführung als Bischof von Berlin
  • 7. September 1982: Wahl zum Vorsitzenden der Berliner Bischofskonferenz
  • 5. Januar 1983: Ernennung zum Kardinal durch Papst Johannes Paul II.
  • 12. Februar 1989: Einführung als Erzbischof von Köln
  • 28. Februar 2014: Eintritt in den Ruhestand
  • 5. Juli 2017: Tod beim Urlaub in Bad Füssing
(KNA/dpa/lnw/csr)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

"Kardinal Joachim Meisner starb mit dem Gebetbuch in der Hand"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.