Schauspieler will Geld zurückzahlen: Karsten Speck fleht um zweite Chance
zuletzt aktualisiert: 07.11.2004 - 13:00Frankfurt/Main (rpo). Nach seiner Verurteilung wegen Betrugs hat der Schauspieler Karsten Speck seine Fans um eine zweite Chance gebeten. Er hoffe, dass "mir das Publikum die Chance zur Rehabilitierung gibt", sagte der 44-Jährige. Den Geschädigten versprach er: "Ich will hoffen, dass es mir gelingt, den von mir und anderen angerichteten Schaden wiedergutzumachen. Dafür will er angeblich alles tun.
Das Urteil will Speck offenbar nicht anfechten. "Ich bin zu Recht verurteilt worden", sagte er der Zeitschrift "Superillu".
Das Landgericht Dortmund verurteilte Speck am Freitag wegen schweren Betruges zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten. Speck hatte nach Überzeugung des Gerichts 1996 mit mehreren schon verurteilten Mittätern dubiose Grundstücks- und Immobiliengeschäfte getätigt und dabei einen Schaden von rund einer Million Euro verursacht.
Es bestehe die Möglichkeit, die Strafe im offenen Vollzug zu verbüßen, sagte Speck laut "Bild am Sonntag". "Ich hoffe, die Justiz gibt mir diese Möglichkeit, um meinem Beruf weiternachzugehen." In "Superillu" erklärte er: "Es sind hohe Verbindlichkeiten offen. Deshalb will ich arbeiten und Geld verdienen, damit ich diese Dinge wieder gut machen kann. Der TV-Entertainer fügte hinzu: "Die andere, die moralische Last werde ich mein Leben lang tragen."
Der "Super Illu" sagte Speck, bis zu seinem Geständnis Ende Oktober sei er überzeugt davon gewesen, sich nicht strafbar gemacht zu haben, weil er niemanden "vorsätzlich und mit Absicht übers Ohr" gehauen habe. "Aber mittlerweile weiß ich, dass es ausreicht, wenn man billigend in Kauf nimmt, dass andere zu Schaden kommen könnten, und genau so war es in meinem Fall."
Am Freitag war er nach dreiwöchiger Untersuchungshaft zunächst freigelassen worden. In U-Haft sei er "sehr korrekt behandelt worden", sagte Speck. Er habe viel gelesen und geschrieben. "Und natürlich habe ich die Zeit auch genutzt, um mich ehrlich meiner Lage zu stellen." Außerdem habe er sich einer Musikgruppe angeschlossen. "Das hat mich für kurze Zeit etwas abgelenkt, und ich konnte einfach etwas machen, um so einen langen Gefängnistag sinnvoll zu nutzen."
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