Laut Medienbericht: Katholische Pax-Bank investiert in Verhütungsmittel
zuletzt aktualisiert: 01.08.2009 - 11:32Hamburg (RPO). Verhütungsmittel, Tabak- und Rüstungskonzerne: Die katholische Pax-Bank verstößt nach einem Medienbericht gegen ihre eigenen ethischen Maßstäbe für Geldanlagen. Laut dem Bericht habe das Kreditinstitut trotz des päpstlichen Verbots künstlicher Empfängnisverhütung große Summen bei Herstellern von Verhütungsmitteln, Tabakwaren und Rüstungskonzernen angelegt.
Das berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Zur Geschäftspolitik der in Köln ansässigen Pax-Bank gehört es, Kunden Investments auf Grundlage kirchlicher Positionen zu bieten - Geschäfte mit der Rüstungsindustrie stehen ebenso wie Investitionen in Hersteller von Kondomen oder Anti-Baby-Pillen auf dem Index.
Laut "Spiegel" wollte sich die Pax-Bank nicht zu den Recherchen des Magazins äußern. Demnach hatte das Institut im März umgerechnet 158.867 Euro in Wertpapiere des US-Produzenten Wyeth angelegt, der Pharmaprodukte wie Verhütungspillen herstellt. Mehr als eine halbe Million Euro - insgesamt 577.970 Euro - von Pax-Bank-Anlegern steckten demnach im Rüstungsriesen BAE Systems, der Atom-U-Boote und Kampfflugzeuge produziert. Auch an das Versprechen, nicht in Tabakkonzerne zu investieren, hält sich die Bank laut "Spiegel" nicht: Sie habe in ihrem Portfolio Aktien der Tabakkonzerne British American Tobacco und Imperial Tobacco für 870.950 Euro geführt.
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