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Mädchen in Kieler Einkaufszentrum bedrängt
Polizei wertet nach Belästigungen Videos aus

Kiel: Mädchen in Einkaufszentrum bedrängt - Polizei wertet Videos aus
Am Sophienhof sollen mehrere Afghanen drei Mädchen nachgestellt haben. FOTO: dpa, bra htf
Kiel. Überwachungskamera- und Handyvideos sollen der Polizei Aufschluss über den Vorfall in einem Einkaufszentrum in Kiel geben. Dort waren drei Mädchen von einer größeren Männergruppe bedrängt worden. Inzwischen haben sich weitere Frauen gemeldet, die ebenfalls berichten, dass sie in dem Einkaufszentrum belästigt wurden. 

"Eine spezialisierte Einheit der Kriminalpolizei unterstützt die Ermittler der Polizei bei den Auswertungen", sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Vor Montag könne nicht mit Ergebnissen gerechnet werden. Die Ermittlungen gegen weitere mutmaßliche Täter hätten zudem Vorrang.

Mehr als 20 Männer mit Migrationshintergrund sollen am Donnerstagabend drei Mädchen im Alter von 15, 16 und 17 Jahren in dem Einkaufszentrum am Kieler Hauptbahnhof massiv belästigt und verfolgt haben.

Als mutmaßliche Haupttäter gelten nach Angaben der Polizei zwei Asylbewerber aus Afghanistan im Alter von 19 und 26 Jahren, die die Mädchen auch mit Mobiltelefonen gefilmt und fotografiert haben sollen. Die beiden Männer und zwei weitere Verdächtige wurden vorläufig festgenommen, sind aber wieder frei.

Der Polizeisprecher bestätigte Medienberichte, wonach sich nach dem Vorfall weitere Frauen gemeldet und von ähnlichen Erfahrungen im Einkaufszentrum "Sophienhof" berichtet hätten.

Die Ereignisse rund um die Silvesternacht in Köln FOTO: dpa, obe kno

Nach der umfangreichen Berichterstattung sei dies aber auch zu erwarten gewesen. Dass sich viele Frauen nicht sofort an die Polizei wenden, sei "ganz typisch für diese Art von von Scham geprägten Delikten", sagte der Sprecher.

(jco/dpa)
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