Totschlagsprozess gegen Ziehvater: Kleiner Kevin hatte Kokain und Methadon im Blut
zuletzt aktualisiert: 08.01.2008 - 12:18Bremen (RPO). In den Haaren des kleinen Kevin aus Bremen, der im Oktober 2006 tot im Kühlschrank seines Ziehvaters gefunden worden war, sind Spuren von Kokain und Methadon gefunden worden.
Das sagte der Toxikologe Walter Martz als Gutachter am Dienstag vor dem Bremer Landgericht im Totschlags-Prozess gegen Kevins Ziehvater. Der Angeklagte war drogensüchtig. Die Konzentration der Drogen sei "nicht niedrig" gewesen, sagte der Gutachter. Sie sei vergleichbar mit den Werten erwachsener Drogenkonsumenten.
Der Wissenschaftler wollte sich aber nicht festlegen, wie die Rauschgifte in den Körper des kleinen Jungen gekommen sind. Es könne durch direkte Verabreichung passiert sein, aber auch zum Beispiel durch Einatmen von Staub in der Wohnung.
Kevin war am 10. Oktober 2006 tot im Kühlschrank seines Ziehvaters gefunden worden. Bernd K. muss sich wegen Totschlags vor Gericht verantworten, er schweigt zu den Vorwürfen.
Die Leiche des kleinen Jungen wies mehr als 20 alte und neuere Knochenbrüche auf. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft führte mindestens ein frischer Bruch in Verbindung mit einer Fettembolie in der Lunge zum Tod des Kindes.
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