Im Fall des geplanten Schul-Amoklaufs: Kölner Polizei verteidigt Vorgehen
zuletzt aktualisiert: 21.11.2007 - 10:57Köln (RPO). Die Kölner Polizei hat Anschuldigungen wegen angeblicher Pannen im Zusammenhang mit dem geplanten Amoklauf an einem Kölner Gymnasium zurückgewiesen.
Polizeipräsident Klaus Steffenhagen erklärte, der 17-jährige Schüler sei bei seiner Vernehmung durch die Polizei in der Schule nicht geflohen, sondern erst nach Abschluss der sogenannten Gefährderansprache aus dem Georg-Büchner-Gymnasium entwichen. Unmittelbar danach hatte sich der Jugendliche durch den Sprung vor eine Straßenbahn das Leben genommen.
Steffenhagen sagte, er nehme die "aufkommenden Zweifel" an dem bisher von der Polizei dargestellten Sachverhalt "sehr ernst" und habe eine intensive Aufarbeitung der Vorwürfe veranlasst. Nach seinen Angaben hatten zwei Polizeibeamte allein und zusammen mit dem stellvertretenden Schulleiter und dem Oberstufenleiter mit dem 17-Jährigen gesprochen.
Dem Einzelgespräch mit den Beamten habe der 17-Jährige auf Nachfrage zugestimmt. Dabei habe der Schüler den Angaben zufolge erklärt, die von ihm ins Internet gestellten Bilder des Amoklaufs von Littleton (USA) wieder zu entfernen. Die Polizei habe wiederum dem Jugendlichen mitgeteilt, dass sie keine Maßnahmen gegen ihn einleiten werde. Erst nach Ende dieses Gespräches sei der 17-Jährige auf eine Toilette gegangen. Dass er anschließend verschwunden sei, sei den Polizisten in der Schule nicht mehr bekannt geworden, hieß es. Die Schulleitung habe zudem erklärt, sie wolle die Eltern des Schülers informieren.
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