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Königs Wusterhausen
Kinder sollen Biber mit Böllern getötet haben

Königs Wusterhausen: Kinder sollen Biber mit Böllern getötet haben
Der tote Biber liegt im Schlosspark Königs Wusterhausen (Brandenburg). FOTO: dpa, dna cul
Berlin. In Königs Wusterhausen bei Berlin sollen Kinder einen Biber mit Silvesterkrachern getötet haben. Die Böller zerstörten die Trommelfelle des Tiers, wie eine Obduktion ergab. 

Die Finder des toten Tieres hatten gesehen, wie Kinder im Schlosspark Königs Wusterhausen Silvesterböller auf im Wasser schwimmende Stockenten warfen, wie der Naturschutzbund (Nabu) Berlin mitteilte.

Die Explosion der Böller hatte wohl Folgen unter Wasser: Bei dem sechs Monate alten Biber-Weibchen wurden die Trommelfelle zerstört. Dies ergab den Angaben zufolge die Obduktion am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung. Das Jungtier bekam einen Schock und ertrank.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass ein Böller die Druckwelle ausgelöst habe, heißt es über den Biber, über den zuvor "B.Z." und "Bild" berichteten. "Dieser Fall soll zum Nachdenken anregen, welche tragische Wirkung ein "lustiges Böllerwerfen" haben kann - nicht nur auf Haustiere, sondern vor allem auch auf Wildtiere", sagte Carmen Baden, Sprecherin des Nabu Berlin. Biber sind streng geschützt.

(felt/dpa)
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