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Friedensnobelpreisträger
Krebskranker chinesischer Dissident Liu in Lebensgefahr

Krebskranker chinesischer Dissident Liu Xiaobao in Lebensgefahr
Das Standbild eines Videos zeigt den chinesischen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo während eines Interviews im Januar 2008 in seiner Wohnung in Peking. FOTO: dpa, NHG kde
Peking. Der krebskranke chinesische Dissident Liu Xiaobao ist nach Angaben seines Krankenhauses in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Sein Tumor an der Leber sei gewachsen, und die Leber blute, teilte das Universitätskrankenhaus in Shenyang am Montag mit, in das der inhaftierte Friedensnobelpreisträger wegen seines Zustands kürzlich verlegt worden war. Die Ärzte hätten seine Familie informiert, dass der 61-Jährige wahrscheinlich bald auf die Intensivstation kommen werde.

Liu leidet an Leberkrebs, Menschenrechtsaktivisten und westliche Länder wie die USA forderten die chinesische Regierung auf, ihm eine Behandlung im Ausland zu ermöglichen. Seine chinesischen Ärzte erklärten ihn jedoch für nicht transportfähig.

Dem widersprachen zwei Spezialisten aus Deutschland und den USA, die ihn am Samstag untersuchen konnten. Sie erklärten am Sonntag, Liu könne bei "angemessener" medizinischer Betreuung reisen, allerdings müsse die "Verlegung so schnell wie möglich erfolgen".

(csr/AFP)
 
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