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Kriminalität
Ladendiebe arbeiten immer professioneller

Kriminalität: Ladendiebe arbeiten immer professioneller
FOTO: dpa, lix ink lof
Berlin . Einer Studie zufolge stecken hinter Ladendiebstählen in Deutschland immer häufiger professionelle Banden. Während die Zahl der einfachen Ladendiebstähle seit 1997 nahezu kontinuierlich gesunken ist, haben schwere Ladendiebstähle in den vergangenen neun Jahren "dramatisch zugenommen".

So zitierte die "Welt am Sonntag" aus einer aktuellen Studie des Kölner Handelsforschungsinstitut EHI. Demnach verdreifachte sich die Zahl dieser Delikte auf fast 23.500 Fälle. Bei schwerem Ladendiebstahl würden zum Beispiel besondere Sicherungen an Glasvitrinen aufgebrochen, wodurch hoher Schaden entstehe. Der durchschnittliche Wert der Beute betrage mit knapp 400 Euro etwa das 25-fache des Durchschnittswerts bei einem einfachen Ladendiebstahl, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die EHI-Studie.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert, sagte der Zeitung, die Kriminellen suchten sich offenbar "ein neues Feld", da Wohnungseinbrüche erfolgreich bekämpft würden. Die Professionalisierung des Ladendiebstahls, der einst als Bagatelldelikt betrachtet worden sei, mache eine Neubewertung erforderlich.

(felt/AFP)
 
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