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Tödliche Gewalt im Leipziger Rockermilieu
Hells Angel soll United Tribune erschossen haben

Leipzig: Hells Angel soll United Tribune erschossen haben
Ein gefesselter Hells Angel sitzt in Leipzig während einer polizeilichen Maßnahme auf einem Fussweg an der Eisenbahnstraße. FOTO: dpa, wil hpl gfh
Leipzig . Nach Schüssen im Leipziger Rockermilieu mit einem Toten und drei Verletzten hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Nach ersten Erkenntnissen schoss ein Mitglied der Rockergruppe Hells Angels am Samstag auf Angehörige der verfeindeten United Tribunes.

Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 30-Jährige sollte noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Ursprünglich war die Polizei davon ausgegangen, dass sich die Mitglieder der Gruppen bei einer Auseinandersetzung wechselseitig beschossen hatten. Nach neuesten Ermittlungen kamen die Schüsse jedoch nur aus den Reihen der Hells Angels, teilte die Polizei mit. Ob der 30-Jährige als einziger geschossen habe, werde noch ermittelt, hieß es. Die Ursache für die Auseinandersetzung, war zunächst unklar.

Die 14 Festgenommenen aus den Reihen der Hells Angels würden keine Angaben machen, sagte ein Polizeisprecher. Beamten suchten auch am Sonntag am Tatort weiter nach Spuren. Die Identität des Toten werde weiter geprüft, hieß es. Noch sei nicht zweifelsfrei geklärt, um wen es sich handelt.

Experten beobachten derzeit Bewegungen in der Rockerszene. Demnach drängt die "rockerähnliche Gruppierung" United Tribunes aus Süddeutschland in andere Länder - auch nach Sachsen. Sie bezeichnet sich selbst als eine Vereinigung aus Bodybuildern, Kampfsportlern und Türstehern. In der Vergangenheit hatte vor allem der Rockerclub Gremium MC Sachsen für Probleme gesorgt. Das Bundesinnenministerium 2013 hatte die Clubs nach ausufernden Machtkämpfen aufgelöst.

(felt/dpa)
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