Schwerer Unfall auf A 7: Lkw rast in den Gegenverkehr
zuletzt aktualisiert: 31.03.2009 - 10:17Hannover (RPO). Bei einem schweren Unfall auf der A 7 sind am Montagabend sieben Menschen schwer verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich. Nachdem ein Polizeiauto in einen Lastwagen prallte, kam der Lkw in den Gegenverkehr und sorgte für mehrere Kollisionen. Die Autobahn war stundenlang gesperrt. Der Sachschaden wird auf 200.000 Euro geschätzt.
Ein Polizeisprecher erklärte, dass ein 43-Jähriger mit einem zivilen Polizeifahrzeug des Landeskriminalamts Niedersachsen auf der Autobahn 7 unterwegs war. Er fuhr am Montag gegen 19.30 Uhr mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Kassel.
Als er sich zwischen den Anschlussstellen Berkhof und Mellendorf einem anderen Wagen näherte, verlor er offenbar beim Abbremsen die Kontrolle über sein Auto. Er kam von der ganz linken Spur nach rechts auf den Standstreifen ab und lenkte zurück. Auf dem Mittelfahrstreifen prallte er mit dem Lastwagen eines 32-Jährigen zusammen.
Der Lkw durchbrach daraufhin die Mittelschutzplanke, geriet in den Gegenverkehr und kippte um. Ein 55-jähriger Mann, der zusammen mit seinem 32-jährigen Beifahrer in Richtung Hamburg fuhr, konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen. Er prallte frontal in den auf der Fahrbahn liegenden Laster. Ein nachfolgender Laster stieß ebenfalls in den umgestürzten Sattelzug. Hinter ihm fuhr ein Auto, das wiederum in in das Heck des Lasters fuhr.
Insgesamt wurden sieben Menschen schwer verletzt. Zwei von ihnen schweben in akuter Lebensgefahr. Der 43-Jährige aus dem Polizeiauto und ein 28-jähriger Mann, der als Beifahrer in einem der Lkws gesessen hatte, wurden leicht verletzt. Vier Hubschrauber und mehrere Rettungswagen wurden eingesetzt und brachten die Verletzten in umliegende Krankenhäuser.
Die Bergungsarbeiten des umgekippten 40-Tonners dauerten nach Polizeiangaben bis in die Morgenstunden an. Dazu mussten beide Richtungen der A 7 voll gesperrt werden. Erst ab etwa 6.30 Uhr am Dienstagmorgen waren alle Fahrstreifen wieder frei. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. Der Sachschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt.
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