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Mehrere Tote
llegale Autorennen: ADAC fordert bessere Betreuung junger Fahrer

Illegale Autorennen: Kölner trauern um Opfer
Illegale Autorennen: Kölner trauern um Opfer FOTO: dpa, obe fdt
Bremen. Junge Fahrer müssen besser betreut werden: Das fordert der ADAC als Konsequenz aus den jüngsten tödlichen Unfällen bei illegalen Autorennen. Nach dem Tod einer Unbeteiligten in Bremen wird nun ermittelt.

Nach mehreren tödlichen Unfällen bei illegalen Autorennen fordert der ADAC eine bessere Betreuung junger Fahrer. Verkehrspsychologische Seminare oder professionelle Begleitfahrten könnten sinnvoll sein, um typische Risikoneigung zu reduzieren, sagte der ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch.

Bei den Ermittlungen nach dem tödlichen Unfall bei einem illegalen Straßenrennen in Bremen gibt es zunächst keine heiße Spur. "Wir haben ein Verfahren gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bremen, Frank Passade.

Polizei kontrolliert Raser am Tanzbrunnen in Köln FOTO: Ulrich Schütz

Bei dem Unfall im Norden Bremens hatten sich am Wochenende zwei Autos mit hoher Geschwindigkeit ein Rennen und ein waghalsiges Überholmanöver geliefert. Eine 52-Jährige, die mit ihrem Auto ausweichen musste und gegen einen Baum prallte, kam ums Leben. Außerdem starben in Köln allein in diesem Jahr vermutlich drei unbeteiligte Menschen wegen illegaler Autorennen.

Die Polizei in Bremen hatte auch über Facebook nach den Unfallversuchern gesucht, die unerkannt entkamen. Zahlreiche Hinweise gingen ein, die nun abgearbeitet würden, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Autorennen in Leverkusen: Wagen knallt in Ampel FOTO: Ulrich Schütz

Forderungen etwa nach PS-Beschränkungen lehnt der Automobilclub ADAC allerdings ab, anders als zum Beispiel die Deutsche Polizeigewerkschaft.

ADAC-Verkehrsvizepräsident Becker sagte: "Es steht außer Frage: Wer derart verantwortungslos mit einem Pkw oder einem Motorrad umgeht und andere in Gefahr bringt, muss bestraft werden. Neue Gesetze brauchen wir aber nicht, die vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten reichen aus."

(dpa)
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