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Trio nach Diebstahl des Störtebeker-Schädels angeklagt
  Foto: dpa, Bodo Marks
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Prozess um Störtebeker: : Männer als Schädeldiebe angeklagt

zuletzt aktualisiert: 13.02.2012 - 18:30

Hamburg (RPO). Der spektakuläre Diebstahl des Störtebeker-Schädels in Hamburg wird ein Fall für die Richter. Die Staatsanwaltschaft hat drei Männer angeklagt. Zwei der Beschuldigten sollen den Totenkopf, der dem legendären Seeräuber Klaus Störtebeker zugeordnet wird, aus dem Museum für Hamburgische Geschichte gestohlen haben.

Dem dritten Mann legt die Anklagebehörde Hehlerei zur Last, wie deren Sprecher Wilhelm Möllers der Nachrichtenagentur dpa sagte. Der Schädel war im März 2011 wieder aufgetaucht. Der Pirat Störtebeker, der mit seinen Gefährten Nord- und Ostsee unsicher machte, wurde 1401 im Hafen der Hansestadt enthauptet.

Die heute 37 und 50 Jahre alten Männer sollen den Totenkopf in der Zeit vom 2. bis 9. Januar 2010 aus dem ersten Obergeschoss des Museums gestohlen haben. Er war Möllers zufolge mit einer Summe von zwei Millionen Euro versichert.

Auf die Spur des Trios waren die Beamten vor allem dank Zeugen gekommen. Einer der Beschuldigten soll in seinem Umfeld mit dem Diebstahl geprahlt haben, wie Möllers sagte. Der Schädel sei zunächst bei einem der mutmaßlichen Diebe versteckt gewesen sein, später dann außerhalb Hamburgs. Die Männer sollen sich nach dem Willen der Staatsanwaltschaft vor dem Amtsgericht Hamburg-Mitte verantworten.
Ein Termin für den Prozess steht bisher nicht fest.

Der Seeräuber Störtebeker, der der Überlieferung nach die Schoffe der hanseatischen Pfeffersäcke kaperte, soll am 20. Oktober 1401 im Alter von 41 Jahren am Grasbrook im Hafen - zur Hansezeit eine öde Elbinsel und heute ein Teil der schicken Hafencity - geköpft worden sein. Der Hamburger Bürgermeister versprach ihm angeblich, all jene seiner Männer am Leben zu lassen, an denen der Geköpfte noch vorbeilaufen konnte. An elf von ihnen, so besagt die Legende, ging er noch vorüber, bevor er zu Boden fiel. Trotzdem seien auch sie hingerichtet worden.

Quelle: dpa

 
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