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Kiel
Marzipan-Erpresser verwendete Mittel gegen Insekten

Kiel: Marzipan-Erpresser verwendete Mittel gegen Insekten
Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen am 16.09.2016 in Kiel die Grundschule Muhliusschule. FOTO: dpa, chc hjb fpt
Kiel. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat den mutmaßlichen Marzipan-Erpresser von Kiel in seiner Wohnung festgenommen. Es handele sich um einen 38-Jährigen, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts am Montag.

Der Erpresser hatte am vergangenen Dienstag zwei Schachteln vergiftete Marzipanherzen an einer Schule ausgelegt - zunächst war nur von einer Schachtel die Rede gewesen. Per E-Mail gingen am Freitag Bombendrohungen gegen drei weitere Schulen ein, um von der Handelskette Coop drei Millionen Euro in der digitalen Währung Bitcoins zu erpressen.

Die Marzipanherzen seien mit einem natürlichen Insektenmittel manipuliert worden, sagte der Leiter der Kripo Kiel, Rolfpeter Ott, am Montagabend bei einer Pressekonferenz. Der Stoff wirke gegen Insekten, sei beim Menschen aber nicht tödlich. Der bereits zuvor polizei- und justizbekannte Täter sollte nach Angaben von Staatsanwalt Michael Bimler am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Offen sei noch, ob Haftbefehl beantragt werde oder die Unterbringung in der Psychiatrie, sagte Bimler. Es liefen Untersuchungen, ob der Mann psychisch krank sei.

Der Mann hatte vergangenen Dienstag auf den Schulhof einer Kieler Schule eine Schachtel vergiftete Marzipanherzen gelegt und weitere drei Schulen in E-Mails bedroht. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei nahm ihn in seiner Wohnung fest.

(felt/dpa)
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