Prozess mit Sicherheitsauflagen: Massiver Schutz für Holzklotz-Attentäter
zuletzt aktualisiert: 26.10.2008 - 15:46München (RPO). Der Prozess gegen den mutmaßlichen Holzklotz-Attentäter Nikolai H. soll unter massiven Sicherheitsauflagen stattfinden. Das Oldenburger Landgericht fürchtet offenbar um die Sicherheit des Angeklagten und dessen Anwälten.
Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" meldet, wird der am 4. November beginnende Prozess daher unter massiven Sicherheitsauflagen stattfinden. Für den Gerichtssaal ordnete der zuständige Richter demnach eine Trennscheibe zum Publikum und zusätzliche Einsatzkräfte an. Spürhunde sollen nach Sprengstoff suchen.
In dem Verfahren wird dem in Untersuchungshaft sitzenden Mann vorgeworfen, am 23. März einen mitgebrachten Holzklotz über das Geländer auf einen fahrenden Pkw auf der A 29 geworfen zu haben. Das Wurfgeschoss durchschlug die Windschutzscheibe und traf die 33-jährige Beifahrerin aus dem münsterländischen Telgte, die an ihren Verletzungen starb.
Die Anwälte von H. erhalten Personenschutz. Hintergrund für die Maßnahmen seien Morddrohungen einer Gruppe, der angeblich mehrere Männer aus Kasachstan und Tschetschenien angehören. Der Angeklagte wurde rund zwei Monate nach der Tat festgenommen und gestand zunächst. Kurze Zeit später ließ er das Geständnis durch seine neuen Anwälte widerrufen.
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