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Mit klar definiertem Unterrichtsziel
Kommentierte Fassung von "Mein Kampf" in Schulen möglich

"Mein Kampf": Kommentierte Fassung in Berliner Schulen möglich
"Mein Kampf" soll Berliner Schülern in kommentierter Fassung zur Verfügung stehen. FOTO: dpa, mbk fdt
Berlin. Die Berliner Bildungsverwaltung ist offen für den Einsatz der kommentierten Neuausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf" im Schulunterricht. Wichtig sei dabei, dass diese kommentierte Fassung eingeordnet werde, und das Unterrichtsziel - die Bekämpfung des Rechtsextremismus oder Entlarvung der NS-Ideologie - klar definiert sei.

Das sagte eine Sprecherin von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). "Wenn diese Quellen entsprechend in den Geschichts- oder Ethikunterricht eingebettet werden, können sich Lehrer dieser kommentierten Fassung bedienen."

70 Jahre lang war der Nachdruck von "Mein Kampf" verboten, die Urheberrechte lagen beim Freistaat Bayern. Nun sind die Urheberrechte ausgelaufen. Das Institut für Zeitgeschichte arbeitete drei Jahre lang an einer wissenschaftlich kommentierten Ausgabe. Sie wird am 8. Januar in München präsentiert.

Nach seinem Umsturzversuch im November 1923 hatte Hitler in seiner Landsberger Festungshaft das Buch "Mein Kampf" geschrieben. In der Hetzschrift sind etwa die Grundlagen für die Rassentheorie und seine spätere Eroberungspolitik angelegt.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU), der Deutsche Lehrerverband und der Verband der Geschichtslehrer sprachen sich inzwischen dafür aus, die kommentierte Neufassung zur politischen Bildung in der Schule einzusetzen.

Diese Bücher las Adolf Hitler FOTO: AP
(dpa)
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