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Messerattacke auf Polizist in Hannover
Vater der 15-Jährigen sieht Tat in islamistischem Kontext

Hannover. Nach der Messerattacke einer 15-Jährigen auf einen Polizisten in Hannover hat der Vater die Tat in einen islamistischen Zusammenhang gestellt.

Seine Tochter habe sich wie einer ihrer Brüder Anfang des Jahres auf den Weg nach Syrien gemacht, sagte der Vater dem Magazin "Panorama 3" im NDR-Fernsehen (Dienstag 21.15 Uhr).
Während der Bruder an der türkisch-syrischen Grenze verhaftet worden sei, sei die Schwester von der Mutter zur Umkehr bewegt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor bereits erklärt, dass die genauen Umstände der mehrtägigen Reise der Deutsch-Marokkanerin nach Istanbul noch untersucht werden.

Die Schülerin hatte einem Bundespolizisten am vorvergangenen Freitag unvermittelt ein Messer in den Hals gestoßen, als er sie kontrollieren wollte. Ein Kollege des schwer verletzten Beamten konnte die 15-Jährige überwältigen. Sie hatte angegeben, den Mann spontan angegriffen zu haben, weil sie sich über die Ausweiskontrolle geärgert habe.

Ob die Tat der schon als Kind mit dem Salafisten-Prediger Pierre Vogel gefilmten Gymnasiastin tatsächlich islamistisch motiviert war, ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft weiterhin offen. Auch wenn die Schülerin einen islamistischen Hintergrund habe, heiße dies noch nicht automatisch, das dies auch der Grund für die Attacke war, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Dienstag.

(felt/dpa)
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