| 15.40 Uhr

Wetter
Mindestens zehn Kältetote in Deutschland

Wetter: Mindestens zehn Kältetote in Deutschland
Es wird wärmer und damit setzt Tauwetter ein. FOTO: ddp, ddp
Frankfurt/Main (rpo). Die Kältewelle hat in Deutschland für mindestens zehn Tote gesorgt. Am frühen Samstagmorgen wurde ein 55-Jähriger in der Nähe seines Hauses mit Unterkühlungen aufgefunden, er starb im Krankenhaus.

 

Vor dem Kältetod gerade noch gerettet wurde eine alzheimerkranke 86-jährige Frau, die in der Nacht zum Samstag aus einem Altenpflegeheim in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) verschwunden war. Die Polizei setzte bei der Suche neun Streifenwagen ein. Zwei Stunden später fanden Polizisten die stark unterkühlte Frau auf einer Straße. Sie war offensichtlich gestürzt und hatte sich eine blutende Kopfverletzung zugezogen. Nach Angaben des Notarztes hätte sie die eiskalte Nacht nicht überlebt.

Vermutlich wegen einer zu hohen Schneelast ist in der Nacht zum Sonntag im sächsischen Annaberg-Buchholz das Dach einer Lagerhalle teilweise eingestürzt. Nach Polizeiangaben brach das Dach auf einer Fläche von rund 250 Quadratmetern ein. In der von der Stadt genutzten Halle waren Weihnachtsdekorationen und Geräte gelagert. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Frostig und sonnig in den nächsten Tagen

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird das frostige Wetter auch in den nächsten Tagen anhalten, auch wenn es fast unmerklich wärmer wird. Die Kälte geht allerdings weiter mit Sonnenschein einher. Nach einer bis zu minus zwölf Grad kalten Nacht bleibt es am Montag in den meisten Teilen der Bundesrepublik überwiegend heiter. Nur im Norden halten sich dichte Wolken, zeitweise ist es dort auch neblig-trüb. Im Süden und Osten herrscht mit maximal minus zwei Grad weiter Dauerfrost, im Westen überschreitet die Quecksilbersäule zeitweise den Gefrierpunkt und erreicht örtlich fünf Grad plus.

In der Nacht zum Dienstag sinken die Tiefstwerte erneut auf minus zwölf Grad. Am Tage scheint erneut die Sonne. In manchen Regionen hält sich jedoch hartnäckig Nebel, und vereinzelt fällt Nieselregen. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen minus zwei im Osten und Süden sowie plus sechs Grad im Westen. In der Nacht zum Mittwoch weiten sich die Nebelfelder auf die Mitte Deutschlands aus. Dabei sei im Mittelgebirgsraum Glättegefahr durch gefrierenden Sprühregen möglich, erklärte der Wetterdienst.

Am Mittwoch wechselt das Wetter bei gleich bleibenden Temperaturen zwischen sonnig und neblig-trüb. Eine leichte Temperatursteigerung sehen die Meteorologen für die Nacht zum Donnerstag voraus: Die Tiefstwerte sollen auf minus zehn bis minus drei Grad steigen.

(ap)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wetter: Mindestens zehn Kältetote in Deutschland


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.